Tag der Ersten Hilfe: Johanniter fordern regelmäßige Auffrischungskurse
Salzhausen. Am 13. September wird bundesweit der Tag der Ersten Hilfe begangen – und einmal mehr wird deutlich, wie wichtig diese Kompetenz für die Bevölkerung ist. Eine aktuelle forsa-Studie im Auftrag der Johanniter-Unfall-Hilfe zeigt: 97 Prozent der Bürgerinnen und Bürger halten es für relevant, für einen Notfall gut geschult zu sein.
Zwar haben 95 Prozent der Befragten bereits mindestens einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, doch bei fast jedem Vierten liegt der letzte Kurs mehr als 20 Jahre zurück. Besonders unsicher fühlen sich viele Menschen bei der Herzdruckmassage: Nur 15 Prozent gaben an, sich dabei „sehr sicher“ zu fühlen, fast die Hälfte äußerte Unsicherheit. Auch bei der Versorgung starker Blutungen und der stabilen Seitenlage gibt es große Wissenslücken.
Die Johanniter plädieren deshalb für eine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse. „Wir erkennen in der Studie, dass sich Personen mit mehreren absolvierten Erste-Hilfe-Kursen deutlich sicherer im Umgang mit Erste-Hilfe-Maßnahmen fühlen als Befragte, die nur einen Kurs besucht haben“, sagt Dorit Schneider-Stegelmann, Fachbereichsleiterin Erste-Hilfe-Ausbildung bei den Johannitern in Salzhausen.
Neben den eigenen Fähigkeiten rückt auch der Verbandkasten stärker in den Fokus. Während 97 Prozent der Autofahrer einen vorschriftsmäßigen Verbandkasten mitführen, haben ihn nur 74 Prozent im Haushalt griffbereit. Die Johanniter raten, dessen Inhalt regelmäßig zu überprüfen und sich mit der Anwendung vertraut zu machen.
Informationen zu Kursangeboten und Tipps rund um Erste Hilfe gibt es unter www.johanniter.de/erstehilfe.
