Umbau des Bürgerhauses nimmt Gestalt an
Harburg. Das Bürgerhaus Harburg, ehemals Rieckhof, in dem der Kulturpalast Harburg beheimatet ist, befindet sich mitten der umfassenden Umbau- und Renovierungsphase – und die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch. Das wurde bei einem Besuch von Finanzsenator Dr. Andreas Dressel deutlich. Die Perspektive sei „großartig“, heißt es. Besonders wichtig sei, moderne technische Standards mit den Anforderungen des Denkmalschutzes zu vereinen.
Der große Saal bleibt in seiner bisherigen Ausrichtung erhalten: Die Bühne bleibt an der Seite und die charakteristischen Ränge, die vielen Besucherinnen und Besuchern vertraut sind, auch. Den Erhalt der Seitenbühne, ein Alleinstellungsmerkmal, hätten viele Harburger ausdrücklich gefordert, weil es Nähe zwischen Publikum und Künstlern schafft.
Technisch werden die Lüftungs- und Brandschutzanlagen vollständig erneuert und auf eine gesunde Grundlage gestellt, sodass der Kulturbetrieb künftig zuverlässig und sicher stattfinden kann.
Auch räumlich bietet das Haus künftig mehr Flexibilität. Im Eingangsbereich entsteht ein separater Raum für kleinere Veranstaltungen und private Feiern, der auch gemietet werden kann. Die neue Trennwand zum großen Saal lässt sich öffnen, sodass beide Bereiche miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig sorgt ein optimierter Schallschutz dafür, dass auch zwei parallele Veranstaltungen problemlos möglich sind, ohne sich gegenseitig zu stören.
Offen ist derzeit noch, wie die historische Kneipe im Haus künftig genutzt wird. Sicher ist hingegen: Für kulturelle Gruppen stehen weiterhin kostenlose Proberäume zur Verfügung. Zusätzlich werden zwei Räume mit professionellem Tanzboden eingerichtet, die insbesondere für Tanz- und Bewegungsangebote geeignet sind.
Die große Wiedereröffnung des Kulturpalasts Harburg ist für Herbst 2026 geplant. Bis dahin soll das Bürgerhaus in neuem Glanz erscheinen – technisch modernisiert, räumlich vielseitiger.
