Kai Schöneweiß wechselt nach Celle - Tostedter Kantor wird Kirchenmusikdirektor
Tostedt/Hittfeld. Zehn Jahre lang ist Kai Schöneweiß Kantor der Ev.-luth. Johanneskirchengemeinde in Tostedt und Kreiskantor im Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld gewesen. Jetzt wechselt er im Januar an die Stadtkirche St. Marien in Celle - und wird dort Kirchenmusikdirektor. „Ich gehe mit einem weinenden und zugleich lachenden Auge. Der Abschied fällt mir schwer, aber ich freue mich auf das Neue, das vor mir liegt“, sagt Kai Schöneweiß. Am Sonntag, 21. Dezember, wird er ab 18 Uhr in der Tostedter Johanneskirche mit einem Evensong-Gottesdienst verabschiedet. Danach wird zum Empfang geladen.
Als Kirchenmusikdirektor verantwortet Kai Schöneweiß den Fachaufsichtsbezirk Celle im Sprengel Lüneburg. Dieser umfasst die fünf südlichen Kirchenkreise Celle, Gifhorn, Soltau, Walsrode und Wolfsburg-Wittingen. Mit etwa 40 Prozent seiner Stelle wird er diese Kirchenkreise beraten und Kirchengemeinden visitieren. „Ich werde stärker inhaltlich arbeiten, aber genau das hat mich gereizt. Ich möchte an der klingenden Zukunft der Kirchenmusik mitarbeiten, aktiv sein und überlegen, wie sich Kirchenmusik erfolgreich aufstellen sollte bei all den Umbruchprozessen in der Kirche“, sagt Kai Schöneweiß. Das ist ein großer Karrieresprung für den 37-Jährigen. Mit 60 Prozent seiner Stelle wird er in der St. Marienkirche in Celle die Musik verantworten - in Gottesdiensten, beim Orgelspiel, der Chorleitung und in der Singschule.
Was waren besondere Momente in Tostedt? „Die Oratorien-Konzerte mit etwa 65 Sängerinnen und Sänger der Johanneskantorei gehören für mich zu den großen Momenten. Natürlich die Konzerte mit dem Kammerchor Nordheide, den ich 2019 gegründet habe. Und viel Spaß hat mir die Arbeit mit Kindern im Kinderchor und mit Jugendlichen bei den Orgel-Kids bereitet.“ Schöneweiß hat für ein vielseitiges Angebot gesorgt und sich sehr wohl in Tostedt gefühlt: „In Tostedt hatte ich die Möglichkeit, viele meiner musikalischen Ideen zu verwirklichen. Die Zeit hat mich geprägt und ich bin stolz auf das, was wir miteinander erreicht haben.“ Als Kreiskantor hat er im Kirchenkreis Hittfeld die Kirchengemeinden musikalisch beraten.
War Musik schon immer seine Leidenschaft? „Als Teenager habe ich gar nicht so oft geübt. Seit meinem 13. Lebensjahr spielte ich an der Orgel und besuchte während der Schulzeit viele Ferienkurse für Orgel. Dort traf ich auf andere Jugendliche, wir machten zusammen Musik und vernetzen uns. In der Oberstufe wurde mir bewusst, dass ich Kirchenmusik studieren wollte. Für die Aufnahmeprüfung an der ehemaligen Hochschule in Herford habe ich dann richtig fleißig geübt.“
Das neue Haus in Celle hat Schöneweiß bereits bezogen. Für seinen Abschied kommt er am 21. Dezember noch einmal nach Tostedt. Die Johannesgemeinde lädt für 18 zu einem musikalischen Gottesdienst, angelehnt an die anglikanische Tradition des Evensongs, und einem anschließenden Empfang ein.
