Eisrettungsübung in Todtglüsingen: DLRG demonstriert Gefahren auf winterlichen Eisflächen
Tostedt-Todtglüsingen. Das winterliche Wetter sorgt vielerorts für zugefrorene Seen – doch sicher sind die Eisflächen noch längst nicht. Das machte die Eisrettungsübung der DLRG-Ortsgruppe Tostedt am vergangenen Sonnabend am Baggersee in Todtglüsingen eindrücklich deutlich.
Trotz rund 15 Zentimetern Schneedecke wagten sich drei von sechs Einsatzkräften der Tostedter Wasserretter auf das Eis, um unter realistischen Bedingungen die Rettung von ins Eis eingebrochenen Personen zu trainieren. Ausgestattet mit Trockenanzügen und durch Sicherungsleinen geschützt, übten sie den Ernstfall – und bekamen sofort die Grenzen der Eisdecke zu spüren.
Schnell zeigte sich: Bei rund drei Zentimetern Eisdicke trägt die Oberfläche nicht. Immer wieder brach sie ein. Das Vorankommen ist mühsam, kraftzehrend und erfordert Konzentration. „Das Anspruchsvollste ist das Vorbewegen, wenn das Eis ständig nachgibt. So etwas lässt sich nur draußen üben. Daher ist es von großem Wert, dass wir hier am Baggersee trainieren dürfen", erklärt Philip Kraatz von der Ortsgruppe.
Auch die Jugend war beteiligt: Vier Mitglieder der DLRG-Jugend Tostedt verfolgten das Geschehen aus nächster Nähe und erhielten parallel eine Unterweisung zum Thema Wärmeerhalt bei Unterkühlung durch eine Erste-Hilfe-Ausbilderin. Dadurch konnten sie praxisnah erleben, wie gefährlich Eisrettungseinsätze sind – und welche Bedeutung Vorsicht und Ausrüstung haben.
Zum Abschluss der Übung richteten die Rettungskräfte einen dringenden Appell an die Bevölkerung: Trotz winterlicher Idylle sind die Eisflächen noch nicht tragfähig. Das Betreten von zugefrorenen Seen und Teichen bleibt lebensgefährlich.
