Winsen: Neue Konzertreihe verbindet Musik und Regionalgeschichte
Winsen. Mit einer besonderen Kombination aus Musik und Kulturgeschichte startet das Museum im Marstall in Winsen in das neue Jahr. Die neue Veranstaltungsreihe „Museumskonzerte an besonderen Orten“ lädt Musikliebhaberinnen und -liebhaber zu vier außergewöhnlichen Konzertabenden an historischen Schauplätzen der Region ein.
:Den Auftakt bildet am 1. Februar ein Cembalokonzert in der Schlosskapelle. Zwischen 14:30 und 16 Uhr spielt Reinhard Gräler, Kantor der St.-Marien-Kirche in Winsen, auf dem museumseigenen Cembalo. Die Kapelle, die nur zu besonderen Anlässen für die Öffentlichkeit zugänglich ist, wurde im 16. Jahrhundert auf Veranlassung von Herzogin Dorothea umgestaltet. Ihre reich verzierten Deckenmalereien orientieren sich an theologischen Themen der Reformationszeit und verleihen dem Raum eine besondere spirituelle Atmosphäre.
Das verwendete Cembalo, dessen zarte, harfenähnliche Klänge zu hören sein werden, stammt aus der gleichen Epoche. Das Instrument, das seine Blütezeit vom 15. bis 18. Jahrhundert erlebte, wurde vor 23 Jahren vom Heimat- und Museumsverein Winsen erworben. Gräler präsentiert darauf Musik aus verschiedenen Epochen und zeigt, wie vielfältig das Cembalo klingen kann.
In den kommenden Monaten setzt das Museum die Reihe mit weiteren Konzerten fort: Am 15. März erklingt Klassik im Krankenhaus, am 2. August folgt Jazz am Stöckter Hafen, und am 7. November bildet ein Klarinettenkonzert in der Friedhofskapelle den Abschluss des Programms.
Karten für das Auftaktkonzert kosten 10 Euro und sind ab sofort im Museum im Marstall erhältlich. Da die Platzanzahl in der Schlosskapelle begrenzt ist, empfiehlt das Museum den Vorverkauf.
