Harburg: DRK-Vorstände planen engere Zusammenarbeit
Harburg/Hamburg. Das DRK in Hamburg plant, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Dafür trafen sich auf dem DRK-Campus an der Rote-Kreuz-Straße in Harburg der designierte Vorstand des DRK-Landesverbandes Hamburg, Dr. Joß Steinke, und Harburgs DRK-Vorstand Harald Halpick zu einem mehrstündigen Austausch über die Zukunft der sozialen Arbeit in der Hansestadt. Steinke wird sein neues Amt Anfang Februar antreten.
Fünf Stunden lang sprachen die beiden Vorstände über Herausforderungen und Chancen in Pflege, Kinderbetreuung, Rettungsdienst und Katastrophenschutz – alles Bereiche, in denen die DRK-Verbände tragende Rollen spielen. Im Anschluss besuchten sie das „Harburg Huus“, die Obdachlosenunterkunft des DRK, die zurzeit noch an ihrem bisherigen Standort betrieben wird.
„Uns treibt die Versorgung der Hamburgerinnen und Hamburger an. Da gibt es viele Lücken, die wir als Wohlfahrtsorganisation füllen müssen – nicht nur etwa in der Pflege, sondern im gesamten Gesundheitsbereich“, betonte Halpick.
Auch Steinke unterstrich die Bedeutung der Kooperation: „Es gibt viele Gemeinsamkeiten. Wir können von den Erfahrungen des anderen lernen und Kooperationen ausbauen, wie sie südlich der Elbe bereits in der Pflege laufen.“ Beide sehen in der engeren Zusammenarbeit eine Chance, die Strukturen des Hamburger Sozialwesens langfristig zu stärken.
Mit rund 1.600 Mitarbeitenden beim Landesverband und knapp 1.400 beim Kreisverband Hamburg-Harburg gehören die beiden Organisationen zu den größten sozialen Arbeitgebern der Stadt. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen sie in Pflegeeinrichtungen, Kitas, im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. „Ich übernehme einen hervorragend aufgestellten Verband“, so Steinke, „aber die kommenden Jahre bringen auch interne Herausforderungen mit sich, die wir gemeinsam angehen müssen.“
