Ehrenamt: Sparkasse sagt Danke
Seevetal. Einmal den vielen Ehrenamtlern aus Harburg Stadt und Land danke sagen – das tat die Sparkasse Harburg-Buxtehude am Montag in der Burg Seevetal beim Jahresempfang Fördermanagement. Rund 300 Gäste waren gekommen, die meisten aus Vereinen und Initiativen, die die Sparkasse im vergangenen mit Sponsoring und Spenden unterstützt hatte.
Rund 2,4 Millionen Euro waren es, so Frederik Schröder vom Vorstand der Sparkasse Harburg-Buxtehude, die im vergangenen Jahr für Projekte aus Kultur, Sport, dem sozialen Bereich, der Bildung und im Rahmen der Wirtschaftsförderung geflossen sind. Mit dabei das Projekt 25x5.000, bei dem die Sparkasse anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Zusammenschlusses von Kreissparkasse Harburg und Stadtsparkasse Buxtehude zur Sparkasse Harburg-Buxtehude noch einmal 125.000 Euro bereitgestellt hatte.
In mehreren Talk-Runden führte Jörn Stolle vom Fördermanagement der Sparkasse durch den bunten Reigen der Zuwendungsempfänger. So war beispielsweise Antonia Marmon von Harburg Marketing mit dabei, die von der guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit berichtete. Sie stellte ihr Lieblingsprojekt „Play the Piano“ vor, das die Menschen zusammenbringe. Ihr Apell an die Politik war, langfristige Finanzierung zu ermöglichen. Denn Harburg Marketing beispielsweise wird immer nur für zwei Jahre gefördert. „Das gibt Probleme bei langfristigen Planungen“, sagte Marmon. Die Sparkasse, so Marmon, sei da ein verlässlicher Partner.
Auch Olympia und die Bewerbung Hamburgs - ja oder nein - war Thema. Antonia Marmon war der Auffassung, dass Olympia ein Booster sein und Innovationen auslösen würde. „Ich denke da an viel Begegnung und Glanz und Glamour für die Stadt.“ Stefanie Melbeck vom Vorstand des Buxtehuder Sportvereins und selbst Olympiateilnehmerin 2008 in Peking für die Handball-Nationalmannschaft, äußerte auch kritische Töne. Olympia heute sei nur noch Kommerz, so die Sportlerin. Aber als solche und Olympiateilnehmerin ist für sie auch klar: „Olympia als Sportler ist das non plus ultra!“ Sie würde dafür stimmen, aber: „Man muss es mit beiden Augen sehen.“
Achim Biesenbach von Stadtjugendring Buxtehude berichtete über das Freizeithaus und die juristischen Auseinandersetzungen darum. Eine zeit lang stand das Haus auf der Kippe, da Nachbarn sich aufgrund des Lärms beschwert hatten und eine Lücke in der Genehmigung für das Freizeithaus gefunden hatten. Sein Apell an die Politik: „Schaut euch die Bauanträge von Gebäude an, die ihr erhalten wollt, ob es da Lücken gibt.“ Denn seine Befürchtung ist, dass es irgendwann nicht nur Einrichtungen wie das Freizeit treffen könnte (das mittlerweile wieder sicher ist), sondern jeden Ort, der Publikumsverkehr habe.
Heike Duisberg-Schleier, Museumsleiterin des Museums Kunststätte Bossard, berichtete von den Auseinandersetzungen rund um die Geisteshaltung des Ehepaars Johann und Jutta Bossard, nachdem im Kunsttempel ein Hakenkreuz gefunden worden war. Die Kunststätte habe in der Zeit mit dem Rücken an der Wand gestanden. Durch den Zuspruch aus Politik, Gesellschaft und auch der Hilfe der Sparkasse habe die Kunststätte die Geschichte gründlich und kritisch aufarbeiten können.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von Christian Winkler am Piano und Johannes Keupp am Cello. Beide gehen in den 13. Jahrgang des Gymnasiums am Kattenberge in Buchholz. Harburgs Stadtmaler Ralf Schwinge nahm seine Aufgabe als Chronist wahr und malte während des Empfangs ein Bild und im Anschluss gab es bei einem Imbiss die Möglichkeit zu Netzwerken.
