SuedLese Literaturtage gehen in die zweite Woche – zwischen Heimat, Kritik und Mitmachformaten
Harburg. Nach einem erfolgreichen Auftakt nimmt das Programm der 11. SuedLese-Literaturtage in der zweiten Woche weiter Fahrt auf. Vom 9. bis 15. März stehen gesellschaftliche Themen, lokale Stimmen und kreative Begegnungen im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Vaterland und Abhängigkeiten“ bietet die SuedLese eine breite Palette an Lesungen, Workshops und offenen Bühnen im Hamburger Süden.
Zum Wochenbeginn präsentiert Krimiautor Stephan Funke am Montag (9. März) seinen neuen Hamburg-Roman „(K)ein perfektes Verbrechen“, während im Treffpunkt HH-Süd eine inklusive Schreibwerkstatt unter der Leitung von Jörn Waßmund Lust aufs eigene Schreiben macht.
Am Mittwoch (11. März) dürfen beim Open Mic im Kulturwohnzimmer alle ans Mikrofon, ob Tagebuchtext oder Alltagslyrik – das Publikum erwartet ein Abend voller persönlicher Geschichten.
Ein Höhepunkt folgt am Donnerstag (12. März), wenn Michel Abdollahi in der Bücherhalle Harburg sein neues Buch „Es ist unser Land“ vorstellt – eine schonungslose, aber hoffnungsvolle Analyse des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland.
Am Freitag (13. März) lädt der Berliner Autor Kristjan Knall im Treffpunkthaus Heimfeld mit „Heldenhass“ zu einer provokanten Auseinandersetzung mit Kapitalismus und Heldenbegriffen ein. Poetry-Fans kommen am Samstag (14. März) beim Low Budget Poetry Slam an gleicher Stelle auf ihre Kosten.
Der Sonntag (15. März) gehört traditionell der Vielfalt: Im VHS-Zentrum Harburg bietet Anke Wistinghausen einen Workshop über die Kunst des Romansanfangs an, während awsLiteratur e.V. mit „Geschichten im Fluss“ und Franziska Biermann mit ihrer Kinderbuchlesung „Rabbit Boy“ literarische Höhepunkte setzen. Den Abschluss gestaltet Rina Schmeller mit ihrem Debütroman „Co“ im Speicher am Kaufhauskanal – ein bewegendes Werk über emotionale Abhängigkeit und Selbstbefreiung.
