Feuerwehr Salzhausen trainiert für Einsätze mit Großtieren
Salzhausen. Pferde, Rinder oder andere große Tiere in Notlagen stellen Einsatzkräfte immer wieder vor besondere Herausforderungen. Um auf solche Einsätze künftig besser vorbereitet zu sein, absolvierte die Freiwillige Feuerwehr Salzhausen eine Spezialausbildung zur technischen Großtierrettung – mit dem Ziel, sich in diesem Bereich weiter zu spezialisieren.
Das Training fand im Ausbildungszentrum im Ortsteil Luhmühlen statt. Das Reiterdorf, bekannt durch die frühere Olympiabewerbung Hamburgs, bot mit seinem Gelände ideale Bedingungen für realitätsnahe Übungen.
Einsätze mit großen Tieren nehmen zu – oft handelt es sich nicht mehr um klassische Tierrettungen, sondern um komplexe Lagen wie verunfallte Pferdeanhänger oder Tiere in unwegsamem Gelände. Gerade bei Großtieren sei Improvisation und fehlendes Wissen gefährlich – für Mensch und Tier gleichermaßen, heißt es aus Feuerwehrkreisen. Ziel der Ausbildung ist daher eine sichere, strukturierte und tierschonende Rettung.
Am Vormittag stand Theorie auf dem Programm: Verhalten von Tieren in Stresssituationen, Gefahren für Einsatzkräfte und geeignete Einsatzstrategien wurden besprochen. Auch die Zusammenarbeit mit Tierhaltern und Veterinären spielte eine wichtige Rolle. Nach der Mittagspause im „Peerkieker“ folgte der praktische Teil.
Hier übten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter realistischen Bedingungen die Rettung von Pferden aus Gräben und verunfallten Anhängern – mit einem rund 250 Kilogramm schweren Pferdedummy. Dieser ermöglicht Training auch unter erschwerten Bedingungen wie unebenem Gelände oder engen Räumen. Im Fokus standen Teamarbeit, sichere Handhabung und schonender Umgang mit dem Tier.
Zum Einsatz kam dabei spezielle Ausrüstung, die mit Unterstützung der Volksbank Lüneburger Heide angeschafft wurde. Der Förderverein der Feuerwehr Salzhausen finanzierte die Durchführung des Trainingstages.
Mit der Ausbildung hat die Feuerwehr Salzhausen einen wichtigen Schritt in Richtung Spezialisierung getan – um bei künftigen Einsätzen noch schneller und professioneller helfen zu können.
