Feueralarm im ehemaligen Karstadt-Gebäude in Harburg - nicht angemeldete Firma entdeckt
Harburg. Ein Feueralarm hat am Samstagmittag im ehemaligen Karstadt-Gebäude in Harburg einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. In dem Gebäudekomplex, in dem unter anderem Teile des Harburger Stadtmuseums „Planet Harburg“ untergebracht sind, war zuvor Brandgeruch wahrgenommen worden.
Nach ersten Angaben bemerkte der hauseigene Sicherheitsdienst sowohl im Gebäude als auch im Außenbereich eine leichte Rauchentwicklung und alarmierte die Feuerwehr. Diese rückte mit mehreren Einsatzkräften an und begann umgehend mit der Erkundung.
Da die Ursache zunächst nicht lokalisiert werden konnte, wurde das weitläufige Gebäude systematisch unter Einsatz von Wärmebildkameras durchsucht. Fündig wurden die Einsatzkräfte schließlich im 5. Obergeschoss.
Dort trafen sie auf zwei Personen in den Räumlichkeiten einer nicht angemeldeten Firma. Nach ersten Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass die Personen einer nicht genehmigten Tätigkeit nachgingen. Zudem wird geprüft, ob ein Fall illegaler Beschäftigung vorliegt.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollen in den Räumen Kleidungsstücke in einem Ofen verbrannt worden sein. Der dabei entstandene Rauch sowie der Brandgeruch wurden offenbar über eine Lüftungsanlage nach außen geleitet und lösten so den Alarm aus. Ein offenes Feuer im klassischen Sinne lag nach Angaben der Feuerwehr jedoch nicht vor.
Die Einsatzkräfte konnten die Lage zügig unter Kontrolle bringen. Verletzt wurde niemand. Der Einsatz wurde gegen 16.30 Uhr beendet.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Dabei stehen insbesondere mögliche Verstöße gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen sowie die genaue Klärung des Vorfalls im Fokus. Eine abschließende Bewertung lag am Samstagabend zunächst noch nicht vor.
