Eißendorf hat einen jungen König! Marcel Dubbert holte den Vogel herunter
Harburg-Eißendorf. Um 16:51 Uhr am Sonntag war es soweit – und die Eißendorfer Schützen hatten einen neuen, einen jungen König. Denn mit dem 635. Schuss hatte der 26-jährige Marcel Dubbert den Rumpf des Vogels heruntergeschossen und sich damit zum neuen Eißendorfer Schützenkönig gemacht. Ein Moment großer Emotionen. Denn genau zehn Jahre zuvor war er Jungschützenkönig gewesen. Im Stand hatte er sich ein spannendes Duell mit seinem Bruder Pascal Dubbert geliefert.
Zu seinen Adjutanten ernannte der neue König Pascal Dubbert und Andreas Pape. Seine Königin ist Alina Böttcher. Marcel Dubbert ist in der Schadstoffsanierung tätig. Er ist seit vielen Jahren ein erfolgreicher Sportschütze und war schon zu den Deutschen Meisterschaften in München. Er hat vier Geschwister, von denen zwei ebenfalls im Verein sind. Wie auch der Vater, der mit zu den ersten Jungschützen gehörte, ebenfalls Jungschützenkönig und König im Verein war.
Jungschützenkönigin wurde Leonie Matzat, die dies mit dem 483. Schuss wurde. Sie ist 15 Jahre alt und seit 2010 Mitglied im Verein. Ihre Adjutantinnen sind Kira Wirth und Juliana Sielaff, Prinzgemahl ist Luka Herpich. Auch sie ist aktive Sportschützin, ist kreativ, kocht gerne und ist handwerklich geschickt. Auch hier gab es ein Familienduell um die Königswürde und auch ihre Familie ist fest durch Opa Kalle, Papa Dirk, Mama Nicole und Onkel Stefan mit dem Verein verbunden.
Jungschützenvizekönig wurde Paul Mohr, der mit dem 132. Schuss den Flügel herunterholte. Das Kinderkönigspaar stellen die sechsjährige Frida Mohr und der gleichaltrige Jonah Gläser.
Vorangegangen war ein tolles Vogelschießenwochenende, auf dem noch einmal der scheidende König Sebsatian Schröder gefeiert wurde. Begonnen hatte alles am Freitagnachmittag mit dem Ummarsch durch Eißendorf. Der wurde allerdings vor dem Zapfenstreich auf der Wiese Göhlbachtal ob des drohenden Unwetters abgebrochen. Während König Basti mit seinen Adjutanten Stefan Schuber, Holger Schlüter sowie seiner Königin Andrea und Tochter Lilly tapfer in der offenen Kutsche gen Schützenhaus fuhr, verteilte sich der restliche Schützenzug einfach auf mehrere Busse zum Strucksbarg. Und da die Spielleute mit dabei waren, wurde es eine lustige Fahrt.
Der Zapfenstreich wurde dann stimmungsvoll in der Dämmerung auf dem Vorplatz der KITA Alte Forst abgehalten. Aber Sebastian Schröder ließ schon durchblicken: Für ihn habe der Zapfenstreich auf der Wiese am Göhlbachtal eine große Bedeutung und den wolle er haben – dann eben beim nächsten Mal König sein.
Das Highlight am Samstag war das Kinderfest mit vielen Teilnehmern und der Festplatz wurde eröffnet.
Am Sonntag dann das Festessen, bei dem viele Schützen und Majestäten aus den befreundeten Vereinen anwesend waren. Die Festrede hielt Harburgs Bezirksamtsleiter Christian Carstensen. Nach den Ehrungen für die verdienten Mitglieder des Vereins verabschiedete sich Sebastian Schröder mit einer emotionalen Rede und einem Rückblick auf das vergangene Jahr als König und bedankte sich bei seiner gesamten Königscrew für den Zusammenhalt und die Unterstützung.
