20 Jahre ASB Löwenhaus: Hilfe, die ankommt
Harburg. Seit zwei Jahrzehnten ist das ASB Löwenhaus im Phoenix-Viertel eine feste Anlaufstelle für Kinder und Familien – und aus dem Stadtteil kaum mehr wegzudenken. Am Samstag feierte die Einrichtung des ASB-Ortsverbandes Hamburg-Harburg ihr 20-jähriges Bestehen.
Was einst aus einer einfachen Beobachtung entstand, hat sich zu einem wichtigen sozialen Angebot entwickelt: Die Gründer Hermann Krüger und Rainer Micha erkannten vor 20 Jahren, wie groß der Bedarf an verlässlicher Unterstützung für Kinder ist. Ihr Ziel: ein Ort, an dem niemand hungrig bleibt und alle willkommen sind. Heute kommen Familien aus 24 Nationen ins Löwenhaus. Täglich gibt es warme Mahlzeiten, Hausaufgabenhilfe und feste Ansprechpartner – finanziert ausschließlich durch Spenden.
Das Löwenhaus versteht sich dabei nicht nur als Versorgungsstelle, sondern als Ort der Begegnung und Bildung. Kinder erleben Gemeinschaft, sammeln neue Erfahrungen bei Ausflügen und stärken ihr Selbstvertrauen. Für dieses Engagement wurde die Einrichtung im vergangenen Jahr mit dem SIKO-Preis ausgezeichnet.
Getragen wird die Arbeit von Einrichtungsleiterin Houda Mbarek, ihrem Team und zahlreichen Ehrenamtlichen. Sie sorgen trotz knapper Mittel und steigender Nachfrage für ein verlässliches Angebot. „Manche Kinder kommen zu uns und haben seit dem Frühstück nichts mehr gegessen“, berichtet Mbarek. Gleichzeitig gehe es oft auch darum, zuzuhören und Halt zu geben.
Zum Jubiläum blickt der ASB nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. Die Herausforderungen im Phoenix-Viertel bleiben groß. Umso wichtiger seien starke Partner aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, damit die Unterstützung für Kinder und Familien auch künftig gesichert ist.