Golfschläger-Drohung gegen Türverkäufer – Notruf löst Großeinsatz aus
Harburg-Eißendorf. Mit einem halben Dutzend Streifenwagen rückte die Polizei am Dienstagabend gegen 18:30 Uhr in die Weusthoffstraße aus; auch die Unterstützungseinheit für erschwerte Einsatzlagen (USE) wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Auslöser war der Notruf eines jungen Türverkäufers – vor Ort erwies sich die Lage jedoch als weniger dramatisch als zunächst gemeldet.
Der mutmaßliche Telekom-Mitarbeiter hatte an mehreren Türen geklingelt und Telefonverträge angeboten. Bei einem Bewohner stieß die Verkaufstour auf Widerstand: Der Mann soll einen Golfschläger geholt und den Verkäufer damit bedroht haben; zugeschlagen wurde nicht.
Im Notruf schilderte der Verkäufer den Vorfall deutlich eskalierter: Zwei Männer seien aus dem Haus gestürmt, einer habe ihn festgehalten, der andere mit einem Baseballschläger auf ihn eingeschlagen. Diese Darstellung löste den Großeinsatz aus.
Vor Ort bestätigten die Beamten jedoch nur die Bedrohung mit dem Golfschläger durch einen Anwohner. Die USE und weitere anrückende Streifenwagen brachen ihre Anfahrt daraufhin ab.
Trotz des Konflikts wollte der junge Verkäufer zunächst weiter im Haus klingeln. Erst auf Rat der Polizisten, sich ein anderes Wohnhaus für seine Gespräche zu suchen, zog er von dannen.
