Welt-Erste-Hilfe-Tag: Jugendrotkreuz forder Erste Hilfe an die Schulen
Landkreis. Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags am 12. September fordern das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Jugendrotkreuz (JRK), Gesundheits- und Krisenkompetenz verbindlich im Schulunterricht zu verankern. Jedes Kind solle während der Schulzeit Erste Hilfe, insbesondere Laienreanimation, sowie Gesundheits- und Resilienzkompetenzen erlernen.
Das JRK Winsen vermittelt bereits seit Jahren Erste-Hilfe-Kenntnisse an Schulen und organisiert Schulsanitätsdienste. Dabei trainieren Schüler gemeinsam mit Lehrkräften und helfen bei Notfällen im Schulalltag. Kinder werden im JRK bereits ab sechs Jahren spielerisch an Erste Hilfe herangeführt. Auch die Teddyklinik und die DRK-Kindergruppe für Vorschulkinder vermitteln erste Kenntnisse und ermutigen dazu, anderen zu helfen.
„Die ersten Minuten bei einem Notfall entscheiden über Leben und Tod“, betont DRK-Präsident Hermann Gröhe. Nach Angaben des DRK könnten jährlich mindestens 10.000 Menschenleben zusätzlich gerettet werden, wenn alle die Grundlagen der Wiederbelebung beherrschten. Vorgesehen sind mindestens 24 Unterrichtsstunden pro Schuljahr, integriert in bestehende Lernstrukturen.
Frühes Training stärke zudem Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Zivilcourage, erklärt JRK-Bundesleiter Marcel Bösel.
