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Fachkräftemangel in Kindertagesstätten – DRK bietet Praxisstellen für angehende pädagogische Fachkräfte

| Life
Wollen etwas gegen den Fachkräftemangel tun: DRK-Kreisgeschäftsführer Roger Grewe (Mitte), DRK-Kita-Abteilungsleitung Britta Dibbern (links) und Absolventin der berufsbegleitenden Ausbildung/DRK-Kita Oldershausen Yvonne Behr. | Foto: ein
Wollen etwas gegen den Fachkräftemangel tun: DRK-Kreisgeschäftsführer Roger Grewe (Mitte), DRK-Kita-Abteilungsleitung Britta Dibbern (links) und Absolventin der berufsbegleitenden Ausbildung/DRK-Kita Oldershausen Yvonne Behr. | Foto: ein

Winsen. Mittelfristig werden allein in den 37 Kindertagesstätten des DRK im Landkreis Harburg rund 140 pädagogische Fachkräfte fehlen, und der Bedarf wird weiter steigen: Die politischen Planungen zur beitragsfreien Kita oder der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kindergarten- und Schulkindern etwa werden die Situation noch verschärfen. Eine Situation, die sich gerade hier, in der Metropolregion Hamburg, sehr dramatisch darstellt: Durch die Nähe zu Hamburg und die entsprechend große Zahl an Kitas und Kita-Trägern ist der Arbeitsmarkt für pädagogische Fachkräfte in der Metropolregion sehr groß, und entsprechend groß ist der Wettbewerb der Träger um Arbeitskräfte.

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Interessierte, die die Tätigkeit in der Kita als Quereinsteiger bisher nicht in Betracht gezogen haben, da ihnen das recht neue, berufsbegleitende Ausbildungsmodell neben der unbezahlten Vollzeitausbildung nicht bekannt ist. Finanziert wird das berufsbegleitende Ausbildungsmodell über befristet zur Verfügung stehende Landesmittel.

Dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat sich der DRK-Kreisverband Harburg-Land e.V. in Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen und dem Landkreis Harburg zur Aufgabe gemacht. Das DRK bietet daher ab sofort – oder zu den nächsten Ausbildungsstarts der Berufsbildenden Schulen jeweils im Februar und August – Quereinsteigern Stellen für sogenannte Pädagogische Helfer an, die berufsbegleitend eine Ausbildung zum Sozialassistenten oder Erzieher aufnehmen wollen.

In der Praxis funktioniert diese berufsbegleitende Ausbildung so: Die Interessenten bewerben sich unter Angabe ihrer beruflichen Erfahrung und Ausbildung als Pädagogische Helfer beim DRK-Kreisverband und werden dort bei Eignung in einer Teilzeitanstellung von mindestens 19,5 Stunden als zusätzliche Kraft in einer der DRK-Kitas beschäftigt. Die verbleibende Zeit nehmen sie an Nachmittagen, Wochenenden und in Blockunterricht an der schulischen Ausbildung der Berufsbildenden Schulen Buchholz, Lüneburg oder Harburg teil. Nach 18 Monaten Ausbildung und einem erfolgreichen Abschluss als Sozialassistenten mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik (SPA) haben die Absolventen die Wahl: Entweder, sie belassen es bei der Ausbildung zum SPA und arbeiten als entsprechende Fachkraft weiter in der Kita, oder sie setzen ebenfalls berufsbegleitend ihre Ausbildung zum Erzieher fort und arbeiten neben der schulischen Ausbildung weiter in Teilzeit in der Kita, dann jedoch bereits höher eingestuft als SPA.

Für beide Varianten gilt: Nach eineinhalb Jahren (SPA) bzw. insgesamt dreieinhalb Jahren (Erzieher) haben die Absolventen einen Abschluss als pädagogische Fachkraft erworben. Und das in einem Beruf mit sinnhafter und zukunftsorientierter Aufgabe und zu attraktiven, tarifgerechten Arbeitsbedingungen.

Es gibt viele Menschen hier im Landkreis, die in befristeten Verträgen stehen, Saisonarbeit leisten oder zu Hause sind und sich beruflich neu orientieren möchten. Genau diejenigen möchten wir mit unserem Angebot erreichen. Wir bieten ihnen eine interessante, abwechslungsreiche und sinnvolle Tätigkeit mit Zukunftsperspektive und attraktiven Rahmenbedingungen“, so DRK-Kreisgeschäftsführer Roger Grewe. „Für beide Seiten wäre die Anstellung in einer unserer zahlreichen, im ganzen Landkreis ansässigen Kitas ein Gewinn. Wir möchten daher alle Quereinsteiger, die sich angesprochen fühlen, ermutigen, sich über den Ausbildungsweg zu informieren und sich bei uns zu bewerben“.

Voraussetzung für die berufsbegleitende Ausbildung ist unter andrem: Entweder ein Realschulabschluss mit zusätzlicher abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung, oder der Abschluss einer zweijährigen Berufsfachschule Sozialpädagogik, die Hochschulreife oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung und Qualifizierung in der Kinder-Tagespflege. Detaillierte Auskünfte zu den Voraussetzungen erteilt gern der DRK-Kreisverband.

Wer sich für die Ausbildung und die damit verbundene Tätigkeit in einer der DRK-Kitas im Landkreis interessiert, kann gern eine schriftliche Kurzbewerbung schicken an:

DRK-Kreisverband Harburg-Land e.V., Abteilung Kindertagesstätten, Frau Britta Dibbern, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. , Tel. 04171 – 669610.

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