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Die zehnjährige Helena aus Tostedt ist eine der besten Plattdeutsch-Sprecherinnen

| Niels Kreller | Life
Wiebke Erdtmann (links) und Tim Beckmann (rechts) übergaben Helena Frey und Ihrer Klassenlehrerin Frau Piotrowski die Preise des Plattdeutschen Lesewettbewerbs. | Foto: Sparkasse
Wiebke Erdtmann (links) und Tim Beckmann (rechts) übergaben Helena Frey und Ihrer Klassenlehrerin Frau Piotrowski die Preise des Plattdeutschen Lesewettbewerbs. | Foto: Sparkasse

Tostedt. Plattdeutsch – diese uralte norddeutsche Sprache. Um sie zu erhalten und lebendig zu machen gibt es alle zwei Jahre den Plattdeutschen Lesewettbewerb mit dem Landesentscheid als krönendem Abschluss. Und da hat es Helena Frey aus der 4. Klasse der Grundschule Tostedt dieses Mal unter die zehn besten Schülerinnen und Schüler geschafft! Trotz Corona hatten sich mehr als 2.000 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb beteiligt, der alle zwei Jahre ausgetragen wird.

„Ich hatte schon ganz ungeduldig auf das Ergebnis gewartet und war dann total glücklich, dass es geklappt hat“, strahlte die zehnjährige Viertklässlerin. Sie überzeugte die Jury, die sich aus Plattdeutsch-Beraterinnen und -Beratern der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) zusammensetzt, mit ihrem Vortrag „De dicke, fette Pannkoken“. „Erst hatte ich eine Geschichte von meiner Tante, die vor ein paar Jahren auch schon mal beim Plattdeutsch-Wettbewerb mitgemacht und sogar gewonnen hatte. Beim Lesen fand ich den Text aber nicht so schön, darum haben nach etwas Anderem gesucht“, verrät Helena Frey.

Das Plattdeutsche liegt bei Helena in der Familie. „Mit meinem Opa habe ich ab und an mal Geschichten auf platt gelesen. Und mein Uropa meinte mal: Wenn du platt kannst, kannst du später auch englisch“, erzählt sie. Und in der Schule ist es Helenas Klassenlehrerin Frau Piotrowski, die als Plattdeutsch-Beauftragte dafür sorgt, dass die Tradition aufrechterhalten wird.

Zur Belohnung bekam sie von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ein Preisgeld in Höhe von 50 Euro und ein Geschenk der Sparkasse Harburg-Buxtehude sowie die Grundschule Tostedt eine Schulprämie von 150 Euro. Im Rahmen einer kleinen Siegerehrung nahm sie ihren Preis aus den Händen von Wiebke Erdtmann vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Lüneburg und Tim Beckmann von der Sparkasse Harburg-Buxtehude entgegen.

„Hier bei uns in Tostedt werden Traditionen, so wie die Plattdeutsche Sprache, von Jung und Alt gelebt und gepflegt. Helena ist dafür ein großartiges Beispiel, ich freue mich sehr für sie. Aber auch das Engagement der Grundschule ist vorbildlich und bestätigt uns darin, uns für den Plattdeutschen Lesewettbewerb zu engagieren“, freut sich Tim Beckmann, stellvertretender Leiter des Beratungscenters der Sparkasse Harburg-Buxtehude über die junge Gewinnerin aus Tostedt.

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