Rolf Zuckowski besuchte den Singbus der Deutschen Chorjugend in Harburg
Harburg. Die Station des Singbus der Deutschen Chorjugend auf dem Harburger Schwarzenberg-Platz war trotz des Regens ein großer Erfolg. Die von Expertinnen geleiteten Workshops zu den Themen kindgerechte Chorleitung, Kindeswohl und nachhaltige Kinderchorstrukturen waren gut besucht. Die Teilnehmenden freuten sich über intensive Gespräche und nahmen zahlreiche Tipps mit für die Arbeit mit den Kinderchören. Weitere Vernetzungstreffen für die Kinderchorarbeit sind geplant.
Für besondere Freude sorgte der spontane und überraschende Besuch des Hamburger Liedermachers Rolf Zuckowski, der den unter anderem von seiner Stiftung „Kinder brauchen Musik“ geförderten Singbus persönlich in Augenschein nahm. In seinem Grußwort freute er sich darüber, dass der Chorverband eine Hamburger Chorjugend aufbaut und damit der Arbeit der Kinder- und Jugendchöre eine neue Plattform bietet. Auch der SPD-Politiker Metin Hakverdi, Mitglied des Deutschen Bundestags, schaute vorbei und stellte sehr interessierte Fragen zur aktuellen Situation der Hamburger Chöre.
Der Kinderchor „Sonnenstimmen“ aus Bergedorf unter Leitung von Juliane Brachvogel sorgte mit seinem musikalischen Auftritt für Begeisterung und Gänsehaut-Momente bei Veranstaltern und Publikum. Im Anschluss wurden die Gewinner des Kinderchorlands ausgezeichnet. Die hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus Franziska von Busse (NDR), Michael Zlanabitnig (YoungClassX), Jens Pape (Die Jungs) und Prof. Dr. Enno Stöver (Vizepräsident Chorverband Hamburg) musste sich zwischen den ausführlichen Bewerbungen der Hamburger Kinderchöre entscheiden.
Letztendlich überzeugten die Sonnenstimmen, deren Mitglieder sich über die Urkunden und ein kleines Geschenk freuten. Der zweite Platz wurde an die Rothekehlchen aus Altona vergeben. Die Präsidentin des Chorverbands Hamburg, Angelika Eilers aus Marmstorf, zeigte sich sehr zufrieden: „Wir hatten eine wunderbare Veranstaltung im Interesse der singenden Jugend, der Kinder- und Jugenchorleiter und strahlen damit in die gesamte Hamburger Chorlandschaft“. Vizepräsident Prof. Dr. Enno Stöver ergänzte: „Für die Vernetzung der Chöre und Chorleiter untereinander sowie in die Gremien und Politik war der Besuch des Singbus in Hamburg eine wertvolle Unterstützung. Wir freuen uns ganz besonders über die Hilfe von ehrenamtlichen Aktiven aus Hamburger Chören, die geholfen haben, dieses Ereignis stattfinden zu lassen.“
„Corona hat die Kinderchorszene besonders schwer getroffen, um so wichtiger war und ist es uns als Chorverband, mit diesem Tag ein Zeichen der Unterstützung zu senden und gemeinsam weitere, mutige Schritte zu gehen, um Kindern das Singen und somit den Zugang zur kulturellen Bildung wieder langfristig zu ermöglichen“, betonte Clara Schürle von der Deutschen Chorjugend.
Weitere Aktionen des Chorverbandes Hamburg in den nächsten Wochen sind das Chorfest „Aufatmen!“ am 4. September mit mehr als 90 Chören verteilt über die ganze Stadt unter der Schirmherrschaft von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit https://aufatmen-hamburg.de/ sowie die Zukunftswerkstatt „Moin Chor!“ der Hamburger Chorjugend, zu der insbesondere Jugendliche zum Singen, Dirgieren und Chormanagen eingeladen werden.