Harburg steht auf gegen Rassismus: Harburg steht zusammen – Wir schützen unsere Demokratie!
Harburg. Auch in Harburg wird es eine Kundgebung gegen die Pläne von AfD und anderen Rechtsextremen zur sogenannten „Remigration“ geben. Das Recherchemagazin Correctiv hatte über die braunen Umtriebe berichtet. Die AfD sei in diesen Kreisen gut vernetzt, heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion. Sie benutze die verharmlosende Sprache der neurechten Vordenker um die eigentlichen Ziele ihrer politischen Tätigkeit zu verdecken. Bei diesem Treffen wurde offen ausgesprochen, was sonst nur von einzelnen – auch Abgeordneten – in der AfD gesagt und geschrieben oder sonst hinter harmlos klingenden Worten versteckt worden sei.
In Harburg geht die Initiative von den Fraktionen in der Bezirksversammlung aus – außer der AfD natürlich. Am Samstag, 27. Januar 2024, geht es ab 17 Uhr auf dem Herbert-Und-Geta-Wehner-Platz vor dem ehemaligen Karstadt los. Motto der Kundgebung ist: "Nie wieder ist jetzt!".
“Viele haben uns angesprochen, dass wir gerade auch in Harburg ein Zeichen setzen müssen und die Harburgerinnen und Harburger nach Wegen suchen, ihre Empörung zu den menschenverachtenden Plänen deutlich machen können“, sagt Frank Richter, Vorsitzender der SPD-Fraktion, die auch die Veranstaltung angemeldet hat. „Hierzu haben wir bewusst den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ausgewählt, da gerade an diesem Tag noch einmal deutlich wird, wohin diese Pläne führen und wohin wir nie wieder geführt werden dürfen. Ich freue mich und bin sehr dankbar, dass meine Kolleginnen und Kollegen aus allen anderen demokratischen Fraktionen ohne Zögern bereit waren, gemeinsam zu dieser Veranstaltung aufzurufen und für die zahlreichen positiven Rückmeldungen von Organisationen aus unserer Zivilgesellschaft.“
„Die AfD ist keine demokratische Partei. Sie ist die Heimat von Nazis, übelsten Rassisten und anderen Rechtsextremen. Was sie und ihre Kameraden vorhaben, ist menschenverachtend und greift die Grundwerte der Demokratie an“, sagt Jörn Lohmann, Fraktionsvorsitzender der Fraktion der DIE LINKE. in der Harburger Bezirksversammlung. „Wir rufen alle Harburger:innen dazu auf, sich mit Lichtern, mit Musik und vor allen mit ihrer Stimme und ihrer Person am 27. Januar zu zeigen: Wir werden dies nicht zulassen und wir werden den Faschisten keinen Fußbreit überlassen. Nie wieder – und nie wieder ist jetzt.“
Mitunterzeichner ist auch der DGB Harburg. Dessen Vorsitzender Wolfgang Brandt sagt: „Rechtpopulistische Kräfte sind eine große Gefahr für unsere Demokratie, der wir uns entschieden entgegenstellen müssen. Als Gewerkschaftsbewegung ist für uns klar: Antifaschismus war selten so wichtig wie jetzt. Um hier auch in Harburg ein Zeichen zu setzen, rufen wir mit zu dieser Kundgebung auf.”
Aktuelle Infos, Unterstützer und für solche die es werden wollen, gibt es hier: www.harburg-steht-zusammen.de.
