Sanierung der Bremer Straße verschoben - CDU wittert Bürgerschaftswahl als wahren Grund
Harburg. Eigentlich sollte im März diesen Jahres die Grundsanierung der Bremer Straße zwischen Sunderweg und Umgehung Harburg beginnen. So steht es auch noch auf der Website der Stadt Hamburg.
Eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten André Trepoll in der Bürgerschaft hat allerdings nun ergeben, dass sich die Sanierung auf Mitte 2026 verschiebt. Hintergrund, so der Senat in seiner Antwort, sei, „dass in diesem Jahr aufgrund des Förderzeitraums für HH-WIN [Hamburg Wasserstoff-Industrienetz (HH-WIN) | Anm. d. Red.] die Arbeiten für die Errichtung der Wasserstoffleitungen in der Cuxhavener Straße stattfinden.“
Trepoll vermutete allerdings einen anderen Grund für die Verschiebung: „Kurz vor der Bürgerschaftswahl hat Rot-Grün wohl kalte Füße bekommen. Dort, wo die grüne Verkehrsbehörde über den Landesbetrieb direkt das Sagen hat, läuft es rund um die Bremer Straße mit am schlechtesten. Dieses Beispiel ist symptomatisch für die Entwicklung der Hamburger Verkehrspolitik nach zehn Jahren mit SPD und GRÜNEN am Lenkrad im Senat", kritisiert der CDU-Abgeordnete auch Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne).
„Ich fordere den Senat und die Harburger Bezirksspitze daher eindringlich auf, dem Baustellenchaos auf Harburgs Straßen endlich ein Ende zu setzen“, so Trepoll. Speziell die Abstimmung der Straßenbaumaßnahmen auf Harburger Gebiet und im niedersächsischen Umland müsse dringend verbessert und koordiniert werden. „Außerdem braucht es endlich wieder mehr grüne Wellen, damit der Verkehr in Harburg wieder fließt, statt steht", so Trepoll abschließend.
