Widerstand formiert sich erneut: Bahnpläne zur Neubaustrecke stoßen auf breite Ablehnung
Hanstedt-Brackel. Es ist ein vertrautes Bild in Brackel: Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region, versammelt vor einem rot-gelben Kreuz – dem Symbol des Protests gegen die geplante Neubaustrecke der Deutschen Bahn durch die Heide entlang der A7. Die Botschaft ist klar: Die Kommunen, der Landkreis Harburg und das Land Niedersachsen stellen sich geschlossen gegen die wieder aufgegriffenen Trassenpläne.
„Wenn die Bahn ihre Pläne zur Trasse wieder auspackt, packen wir unseren Widerstand wieder aus“, erklärte Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede mit Nachdruck. Neben ihr machten auch die Samtgemeindebürgermeister von Salzhausen, Tostedt und Hanstedt sowie zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Kommunen deutlich, dass sie die Neuauflage der Pläne nicht hinnehmen werden.
Bereits am Vortag hatten sich sowohl der Landkreis Harburg mit Landrat Rainer Rempe als auch das Land Niedersachsen mit Umweltminister Olaf Lies unmissverständlich gegen das Vorhaben positioniert. Die Deutsche Bahn hatte überraschend erneut Planungen für eine neue Trasse vorgelegt – obwohl diese nach langen Diskussionen und dem Dialogforum Schiene Nord im Jahr 2015 eigentlich ad acta gelegt worden waren.
„Wir danken für den großen Rückhalt“, waren sich die beim Fototermin Anwesenden einig. „Wir stehen für unsere Kommunen und die Menschen, die hier leben. Die vorgelegte Planung der Deutschen Bahn hätte immense Nachteile für Mensch und Natur. Sie würde Siedlungs- und Naturräume gnadenlos zerschneiden und trifft zu Recht auf großen Widerstand.“
Besonders verärgert zeigten sich die Beteiligten darüber, dass die neuen Planungen in direktem Widerspruch zu den damaligen parlamentarischen Beschlüssen stehen. Bund, Land und Bahn hatten sich seinerzeit darauf verständigt, vorrangig die Bestandsstrecke zu sanieren und die Empfehlungen des Dialogforums umzusetzen.
