Bäume als Protest gegen Bahn-Neubautrasse
Salzhausen.Garlstorf. Mit zwei gepflanzten Eichen haben Landrat Rainer Rempe und Garlstorfs Bürgermeister Horst Günter Jagau ein sichtbares Zeichen gegen die geplante Bahn-Neubautrasse zwischen Hamburg und Hannover gesetzt. Die Aktion fand direkt auf der von der Deutschen Bahn favorisierten Trassenführung durch die Heide statt. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern verschiedener Initiativen.
Rempe betonte, die „Königin des Waldes“ stehe für Natur- und Klimaschutz sowie Lebensqualität. „Hier soll nach den Vorstellungen der Bahn die intakte Landschaft zerstört werden. Dagegen setzen wir die Eichen als klares Zeichen für Natur und Klimaschutz – und für die Lebensqualität der Menschen im Landkreis Harburg“, betonte der Landrat. „Unsere gemeinsame Aktion zeigt, dass wir im Landkreis geschlossen sind und eine klare Position nach außen tragen.“
Jagau forderte, stattdessen die bestehende Strecke im Rahmen der Alpha-E-Lösung auszubauen. Diese wurde bereits 2015 im Dialogforum Schiene Nord vereinbart und von Landesregierung und Landtag unterstützt.
Die Bahn treibt jedoch weiter die Planung einer bestandsfernen Neubaustrecke voran – für Rempe ein „klarer Wortbruch“. Er warnte vor massiven Eingriffen in Naturräume und Siedlungen, ohne dass zusätzlicher Bedarf nachgewiesen sei.
Der Widerstand gegen das Projekt werde weitergehen – auch mit der Fortführung der Baumpflanz-Challenge: Rempe und Jagau nominierten weitere Kommunalpolitiker und den niedersächsischen Verkehrsminister, um ebenfalls Bäume als Protestsymbol zu setzen.
