Problemfall Schwarzenberg: Sicherheitskonferenz lud zur Bürgerversammlung ein
Harburg. Nach den Schüssen Mitte Juni hat die Sicherheitskonferenz Harburg (SiKo) zu einer Bürgerversammlung in die Aula des ReBBZ Schwarzenbergstraße eingeladen. Rund 230 Eltern, Anwohner, Lehrkräfte und Politiker diskutierten über die Sicherheitslage rund um die Drogenhilfe Abrigado.
Harburgs Bürgermeister Christian Carstensen erklärte, die Probleme seien seit Langem bekannt. Eine Lösung sei in Arbeit, könne aber nur gemeinsam mit mehreren Behörden umgesetzt werden. Elternvertreterin Jenny Schiller schilderte die Ängste vieler Familien und forderte, die Drogenhilfe zu erhalten, sie aber schnell an einen anderen Standort zu verlegen.
Die Sozialbehörde verwies auf den geplanten Neubau in der Buxtehuder Straße, dessen Fertigstellung erst 2028 erwartet wird. Bis dahin sollen unter anderem ein Sicherheitsdienst, mehr Straßensozialarbeit und längere Öffnungszeiten die Lage verbessern. Eine Zwischenlösung an einem anderen Standort sei jedoch nicht realistisch.
Aus Politik und Publikum kam deutliche Kritik an der jahrelangen Verzögerung. Anwohner und Beschäftigte berichteten von Drogenhandel, Vermüllung, Spritzen, Diebstählen und einem wachsenden Unsicherheitsgefühl.
Einigkeit bestand darüber, dass die Drogenhilfe notwendig ist. Viele bezweifelten jedoch, dass die Verlegung um wenige hundert Meter die Probleme lösen werde. Als Hauptursache wurde der offene Drogenhandel rund um den Schwarzenberg genannt.
Carstensen kündigte eine zügige Umsetzung der Videoüberwachung sowie eine weitere Beteiligungsveranstaltung nach den Sommerferien an. Die zentrale Botschaft des Abends: Die Drogenhilfe soll bleiben, doch Eltern, Lehrkräfte und Anwohner erwarten deutlich früher spürbare Verbesserungen der Sicherheit als erst mit dem geplanten Umzug 2028.
