Buxtehude beschließt die kommunale Wärmeplanung
Buxtehude. Der Rat der Hansestadt Buxtehude hat am 22. Juni 2026 die kommunale Wärmeplanung beschlossen und damit einen zentralen Baustein des Klimaschutzkonzepts umgesetzt. Der Plan dient als strategische Orientierung für den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2035, hat jedoch keine direkten Auswirkungen auf individuelle Heizungsentscheidungen.
Die Analyse zeigt: Der aktuelle Wärmebedarf von rund 421 GWh jährlich könnte durch Sanierungen um etwa 52 Prozent sinken. Rund 45 Prozent der Gebäude sind energetisch sanierungsbedürftig, während derzeit etwa 93 Prozent der Wärme aus fossilen Energien stammen. Gleichzeitig bestehen große Potenziale für erneuerbare Wärmequellen. Bis 2040 könnte die Versorgung überwiegend über Wärmepumpen erfolgen, ergänzt durch Wärmenetze und Biomasse.
Die Stadt hat 15 mögliche Gebiete für Wärmenetze identifiziert, von denen fünf nun vertieft geprüft werden, darunter „Nordwest“, „Stieglitzweg“ und Bereiche am Mühlenteich. Parallel setzt Buxtehude auf energetische Sanierungen, Flächensicherung für Energieanlagen sowie Beratungs- und Förderangebote.
Auch Bürgerinnen und Bürger können beitragen, etwa durch Energieberatung, Sanierungen und die Nutzung von Förderprogrammen.
