Christoph Ploß rettet Häfen – oder: Politik trifft Grünkohl
Harburg-Marmstorf. Das hat Tradition: Einmal im Jahr lädt die Marmstorfer CDU zu „Politik trifft Grünkohl“ in den Rönneburger Park ein. Neben der „Norddeutschen Palme“ mit Kohlwurst, Backe, und Kassler gibt es auch immer mal mehr, mal weniger interessante Gastredner.
In diesem Jahr waren es sogar zwei. Einmal Thomas Willner, Professor für Verfahrenstechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaft. Er sprach zum Bereich Klima und erneuerbare Energien. Und Christoph Ploß, für die CDU aus Hamburg im Bundestag und dort Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Tourismus.
Auch Harburger Promis waren gekommen, um zu lauschen und dem Grünkohl zu frönen. So der Gildekönig Thomas Michel und sein Marmstorfer Amtskollege Carsten Exner. Auch Franziska Wedemann vom Wirtschaftsverein und Ehrenhandwerksmeister Dierk Eisenschmidt, die CDU Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver, Hafenmanager Gunther Bonz, Rolf Weber vom Weißen Ring, Bezirkshandwerksmeister Pascal Henning, Melanie-Gitte Lansmann von Lüneburg Marketing und HTB-Chef Michael Armbrecht waren erschienen.
Bliefernicht fordert schnelle Verlegung des Abrigado
Zunächst begrüßte Rainer Bliefernicht die Gäste und befand, dass die Bundes-CDU aktuell nicht gerade im besten Licht dastünde. Dazu trügen seiner Ansicht nach die überregionalen Medien ihren Anteil bei, die Kanzler Merz immer wieder schwach aussehen lassen würden. In der Harburger Bezirksversammlung gebe es mit acht Fraktionen wechselnde Mehrheiten und die CDU habe in Sachen Schwarzenberg und Abrigado einen Beschluss erreicht, „dass diese Einrichtung zum Jahresende an ihrem bisherigen Standort verschwinden soll. Das war ein richtiger Schritt.“ Man habe zu blauäugig darauf vertraut, dass die zuständigen Stellen handeln.
Kritik äußerte Bliefernicht daran, dass jetzt sieben Standorte geprüft würden. „Dabei liegen mit der Sclachthofstraße und dem ehemaligen TÜV-Gelände im Großmoordamm längst gute Möglichkeiten auf dem Tisch.“
Thomas Willner sprach anschließen um Thema und kritisierte die gegenwärtige Klimapolitik des Systemaustauschs. Dafür, so Willner, sei keine Zeit. Man müsse das Klima dagegen im bestehenden System und mit Erhalt der bestehenden Infrastruktur machen – wie es bei Helmut Schmiedt in Sachen saurer Regen geschehen wäre.
Ploß rettet Häfen
Christoph Ploß berichtete nicht mehr, aber auch kein Jota weniger, dass er sozusagen den Hamburger Hafen gerettet habe. Denn man wolle den Hamburger und andere Häfen stärken. „Ich habe deswegen als auch als maritimer Koordinator dafür gesorgte. Dass wir erstmal ein 400 Millionen Euro Programm für die Häfen auflegen.“ Die Erleichterung darüber war unter den rund 150 Gästen spürbar greifbar.
Da aber nun der langersehnte Grünkohl serviert wurde (immerhin gab es rund eine Stunde Reden), ging es zügig in den gemütlichen Teil des Abends über.
