Chemnitz bleibt Achillesferse für die Hamburg Towers
Wilhelmsburg. Auch im dritten Aufeinandertreffen in der easyCredit Basketball Bundesliga gelang den Hamburg Towers kein Sieg gegen die NINERS Chemnitz. Das Team von Pedro Calles unterlag den Gästen 82:90 (19:21, 41:38, 63:62). Genau 1602 Fans bereiteten dem neuformierten Hamburger Team einen gebührenden Empfang in der edel-optics.de Arena in Wilhelmsburg – und machten von Beginn an deutlich, was in der vergangenen Saison so schmerzlich fehlte. Die Energie übertrug sich prompt auf das Parkett, gleich sieben Offensivrebounds standen nach fünf Minuten auf dem Towers Konto, auf ebenso viele Punkte war der erste Vorsprung angewachsen.
Doch die ausbaufähige Chancenverwertung, die sich durch das ganze Spiel ziehen sollte, ermöglichte den Gästen aus Chemnitz einen zwischenzeitlichen 12:0-Lauf – entsprechend wechselte die Führung zum Ende des ersten Viertels. Nach der Unterbrechung zog das Team von Pedro Calles die Zügel in der Defensive enger, in der Offensive wurde das Handgelenk lockerer. Sieben unbeantwortete Zähler von Caleb Homesley zwangen die Gäste zur Auszeit.
Dass die Towers trotz erneut sinkender Quoten nicht wieder ins Hintertreffen gerieten, hatten sie vor allem Eddy Edigin zu verdanken, der sich unermüdlich Rebounds angelte oder Chemnitz per Monsterblock am Punkten hinderte – und so eine knappe Führung zur Halbzeitpause sicherstellte. Direkt nach dem Seitenwechsel egalisierte Chemnitz den Vorsprung, anschließend wechselte die Führung minutenlang in fast jedem Angriff. Angetrieben von den immer lauter werdenden Fans, die spürten, dass ein weiterer Energieschub von der Tribüne notwendig war, hatten die Hamburg Towers mit dem letzten Angriff im dritten Viertel eine richtige Antwort parat. Ein langer Zweier von Robin Christen, der für den früh foulbelasteten Seth Hinrichs auf den großen Positionen in die Bresche sprang, brachte eine knappe Führung vor dem Schlussabschnitt.
Mit Start des letzten Viertels übernahm Robinson bei den NINERS das Zepter und sorgte für den ersten Two-Possession-Vorsprung seit knapp zehn Minuten. Eine Towers-Fünf rund um Maik Kotsar, der nach seiner Gehirnerschütterung in den Kader zurückkehrte und mit 10 Punkten und 8 Rebounds einen guten persönlichen Einstand in die Saison 21/22 feierte, arbeitete ohne Unterlass, fand aber keinen Weg zum Anschluss – auch weil die Chemnitzer in den letzten Minuten die Rebounds kontrollierten.