Buxtehuder Handball-Frauen verspielen zwei Punkte gegen Oldenburg
Buxtehude. Im 60. Aufeinandertreffen der Nord-Teams gelang es den Handball-Frauen des Buxtehuder SV dieses Mal nicht, die Punkte zu Hause zu behalten. Eine bittere Niederlage gegen den VfL Oldenburg – immerhin hatte der BSV in der ersten Halbzeit bereits mit vier Toren geführt. Oldenburg zieht damit gleich mit Buxtehude: Beide haben nun 9:5 Punkte auf ihrem Konto. Trotzdem bleibt die Buxtehuder Mannschaft vor Oldenburg auf Platz fünf, da das BSV-Torverhältnis besser ist.
Dabei hatte es so gut angefangen für die Gastgeberinnen. Das erste Tor ging auf das Konto von Teresa von Prittwitz, die den Steal von Charlotte Kähr verwandelte. Mit dem 3:3 in der 10. Minute leitete Maj Nielsen einen 5:0-Lauf ein, in dem sich die Buxtehuderinnen absetzten (7:3). Maxi Mühlner war für drei Treffer in Folge verantwortlich. Zu dieser Serie steuerte Lea Rühter zwei Paraden hinzu. Fünf Minuten blieben die Gäste ohne Tor. VfL-Trainer Niels Bötel sah sich zur Auszeit gezwungen.
Die Oldenburgerinnen kämpften sich zurück ins Spiel und holten den Vorsprung langsam auf. Merle Carstensen traf zunächst per 7-Meter zum Anschluss (10:9). Lea Rühter versuchte einen Ausgleich zu verhindert und hielt ihr Team durch eine starke Doppelparade im Spiel. Die Torfrau wurde Spielerin des Spiels. Auf der Seite der Gäste war es Julia Renner, an der sich der BSV zu oft die Zähne ausbiss... Das Spiel drehte sich mit dem Ausgleichs-Tor von Lana Teiken (10:10). Ehemalige BSV-Spielerin Paulina Golla markierte die Führung (11:12). Nach einer kurzen Zwei-Tore Führung von Oldenburg läutete der Anschlusstreffer von Isabelle Dölle die Halbzeitpause ein (13:14).
Nach dem Wiederanpfiff gelang Maxi Mühlner noch der Ausgleich zum 14:14. Von da ging es steil bergab. Wie es zuvor der BSV – setzte sich der VfL in einem 5:0-Lauf ab (14:19). Erst der verwandelte Siebenmeter von Maxi Mühlner brach diese Serie. „Mrs. Zuverlässig“, wie Hallensprecher Jörg Neumann sie nannte, war mit sieben Treffern beste Schützin auf Buxtehuder Seite. Der Rückschlag kam jedoch schnell. Julia Renner hielt beim Stand von 16:19 einen Siebenmeter. Doch auch Buxtehude hat zwei starke Torfrauen, die mithalten können: Beim 17:19 hielt Marie Andresen im Siebenmeter-Duell mit Merle Carstensen ihr Tor sauber.
Zum Ende hin wurde es noch einmal spannend. Charlotte Kähr gelang in der 49. Minute der Anschluss- Treffer (19:20). Mit dem Tor von Sinah Hagen blieb bis zur 58. Minute offen (23:24). Das 23:25 von Lena Feiniler in der 59. Minute schien dann allerdings doch eine Vorentscheidung zu sein. Die letzte Parade von Julia Renner nur 20 Sekunden vor Schluss bestätigte diese dann schließlich
Ein Schreckensmoment in der zweiten Halbzeit war der Aufschrei von Paulia Golla, die anschließend verletzt vom Feld getragen werden musste
BSV-Trainer Dirk Leun war im Anschluss „richtig sauer und enttäuscht“ - nach eigener Aussage. Er entschuldigte sich bei den Buxtehuder Fans: „Das ist keine Einstellung für ein Derby. Wir spielen 20 Minuten Handball und dann hören wir damit auf – vor allem, was die Körpersprache in der Abwehr angeht. Wir sind maximal enttäuscht von diesem Spiel.“
Dirk Leun und sein Team wollen am Samstag, 17. Dezember, beim Heimspiel gegen die Sport- Union Neckarsulm „eine klare Reaktion“ auf diese Niederlage zeigen. Das Spiel wird um 16 Uhr in der Halle Nord angepfiffen. Karten gibt es noch in allen Kategorien im BSV-Shop (Viverstraße 2, in Buxtehude), online bei Ticketmaster oder an der Tageskasse.
