Handball-Luchse setzen sich in Bremen im Nord-Derby 19:27 durch
Buchholz-Rosengarten/Bremen. Die Handball-Luchse aus der Nordheide haben sich nach einem kampfbetont, aber jederzeit sehr fair und sportlich geführten Match am Samstagabend gegen das Team des SV Werder Bremen deutlich mit 19:27 durchgesetzt und nahmen zwei Punkte verdient mit auf die Rückreise.
Bereits im Vorfeld war absehbar, dass das Derby es in sich haben würde. Viele Anhänger der Luchse nahmen den vergleichsweise kurzen Weg nach Bremen in Angriff, um das Spiel live zu erleben. Auf der Seite des SV Werder Bremen unterstützten die Ultras das Spiel ihrer Mannschaft und so war die Halle restlos ausverkauft, der Lärm ohrenbetäubend und die Fahnen bildeten ein stimmungsvolles Bild. Der angemessene Rahmen für ein spannendes Derbyspiel.
Die Handball-Luchse reisten ohne die etatmäßige Linksaußenspielerin Cara Reiche an, die am Nachmittag aufgrund ihres Doppelspielrechts bereits in Buxtehude beim Sieg gegen Neckarsulm aktiv war. Für Danique Trooster war es zudem ein besonderes Spiel, das am Samstagabend angepfiffen wurde: Stand sie doch bis zum Sommer selbst zwischen den Pfosten des SV Werder Bremen. Auf Bremer Seite war Denise Engelke nach einer längeren corona-bedingten Abwesenheit wieder mit dabei.
Das Spiel startete mit nervösem Beginn auf beiden Seiten, bis der erste Treffer für die Handball-Luchse in der dritten Minute durch Wiebke Meyer gelang. Werder konnte zunächst ausgleichen und das Spiel offen gestalten, bis sich die Luchse durch Tore von Levke Kretschmann, Hanne Nilsen Morlandsto, Luisa Marla Hinrichs und Wiebke Meyer sukzessive abzusetzen begannen. Die Abwehr stand sicher, insbesondere der Mittelblock um Svea Geist ließ kaum Torwürfe zu.
Und dann stand in der ersten Halbzeit ja auch noch Mareike Vogel im Tor. Der Bremer Coach Robert Nijdam sah sich in der 12. Minute beim Stand von 5:8 erstmals gezwungen, die grüne Karte zu legen. Allerdings mit übersichtlichem Erfolg, da das Team aus Buchholz-Rosengarten den Abstand kontinuierlich ausbauen konnte. Mit einem für die Luchse beruhigenden 11:18 ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte begann ähnlich fahrig wie die ersten 30 Minuten. Eine zeitweilig doppelte Unterzahl konnten die Handball-Luchse nicht für sich nutzen. In der 42. Minute sah sich der Gästetrainer Dubravko Prelcec beim Stand von 14:22 gezwungen, seinerseits mit einer Auszeit das Spiel der Luchse neu zu justieren, allerdings auch hier mit zweifelhaftem Erfolg. Werder startete danach einen 3:0-Lauf und konnte den Rückstand auf fünf Tore verringern.
Dann aber beendete Antonia Pieszkalla mit einem Tempogegenstoß durch ein punktgenaues Zuspiel von Danique Trooster, die in der zweiten Halbzeit das Tor hütete, die Torflaute der Luchse. Anschließend agierte das Team aus Buchholz-Rosengarten wieder erfolgreicher, während bei Werder nur noch wenig zusammenlief. Mit einem Endstand von 19:27 gewannen die Luchse das Derby, letztendlich über den gesamten Spielverlauf gesehen, verdient und stabilisierten sich dadurch im oberen Bereich der Tabelle.
Dubravko Prelcec, Trainer der Handball-Luchse, lobte die fokussierte Arbeit vor allem in der ersten Halbzeit: „Meine Mannschaft hat in den ersten 30 Minuten durchgehend stark gespielt. Insbesondere die Abwehr hat nicht nur sicher gestanden, sondern das Spiel der Bremerinnen antizipiert statt nur auf die Spielzüge der anderen Mannschaft zu reagieren. Leider haben wir das in der zweiten Halbzeit nicht in gleichem Maße durchgehalten. Danique hat uns in einigen Situationen den Rücken freigehalten. Was aber wirklich gut geklappt hat, war das Rückzugsverhalten der Mädels. Und ich freue mich, dass sich meine junge Mannschaft nicht durch die große Kulisse einschüchtern ließ und sich auf ihr Spiel konzentriert hat“.
Der Trainer wäre sich aber nicht treu geblieben, würde er nicht bereits einen Blick auf die nächsten Tage geworfen haben: „Heute können wir uns über das Match freuen, ab morgen beginnt die Vorbereitung auf das schwere Spiel gegen FRISCH AUF! Göppingen am Mittwoch.“
