Buchholzer Latein-Formation mit Licht und Schatten in Bietigheim
Buchholz/Bietigheim. Zum dritten Bundesliga-Saisonwettkampf ist die Latein-Formation von Blau-Weiss Buchholz fast bis ganz in den Süden Deutschlands nach Bietigheim in Baden-Württemberg gereist. Die TSG Bietigheim, die sich als Aufsteiger bereits auf Platz fünf etabliert hat, richtete den Wettkampftag aus und hatte zur Freude der Gastgeber mit rund 900 Zuschauern eine ausverkaufte Veranstaltung. Es gab das gleiche Ergebnis wie vor 14 Tagen in Bremerhaven: Sieg für Grün-Gold Bremen, Platz zwei für die Paare der TSG Bremerhaven und dritter Platz für Blau-Weiss Buchholz.
Das Publikum bot den acht besten deutschen Teams einen würdigen Rahmen und zeigte sich von den Leistungen der Teams durchweg begeistert. Nach einer langen Busfahrt von rund elf Stunden waren die acht Buchholzer Paare erst mitten in der Nacht in Bietigheim angekommen, konnten sich aber dann noch lange genug ausruhen, da die Turniervorbereitungen in der Viadukt-Halle erst am Mittag begannen.
In der Vorrunde zog die Blau-Weiss-Formation von Franziska Becker und Christopher Voigt die Startnummer eins und zeigte eine souveräne und fehlerfreie Leistung in den Höchstschwierigkeiten ihrer Choreographie „Made to Love“, die Cheftrainerin Becker in der Videoanalyse als „genau das, was wir uns erwartet hatten“ betitelte. „Der schwierigen Choreographie tut jede weitere Trainingswoche gut, die Fortschritte sind sichtbar.“
Dem vorausgegangen waren zwei intensive Trainingswochen in Buchholz, denn nach dem guten Auftreten in Bremerhaven sollte in Bietigheim eigentlich der zweite Platz zurückgeholt werden. Das Duell um Platz zwei auf „neutralem Boden“ erreichte einen tollen Spannungsbogen, da beide Teams die letzten beiden Startplätze im Finale zogen. Zuerst das Team aus Buchholz mit der klaren Marschroute „souverän bleiben und dynamisch noch einen drauf packen“, so die Vorgabe der Trainer.
Im Gegensatz zur Vorrunde tanzte das Blau-Weiss-Team noch energiegeladener und überzeugte auch, allerdings wurde der Vortrag durch zwei dicke Patzer in den Pirouetten getrübt. Die Paare der TSG Bremerhaven kamen indes an letzter Position fehlerfrei durch ihr Programm, was im engen Duell das Zünglein an der Waage war. Bei der offenen Wertung zeigte sich dann das Dilemma aus Buchholzer Sicht - denkbar knapp mit 4:3 musste sich Buchholz geschlagen geben.
Trainerin Franziska Becker schaute dann dementsprechend auch etwas knautschig. „Wir wissen, dass wir überzeugen und mit jeder Woche an Stärke gewinnen, aber wenn es eng ist und der Schwierigkeitsgrad vergleichbar, zählt auch einfach fehlerfreies tanzen, um vorn zu liegen. Das wäre heute definitv möglich gewesen“, sagte Franziska Becker. Aber wie schon in Bremerhaven durften die acht Paare des TSG-Teams abermals jubeln und die Buchholzer Tanzpaare und Trainer schauten in die Röhre.
„Mit den Trainingsfortschritten der vergangenenen Wochen schauen wir trotzdem zuversichtlich in die nächsten beiden Wochen. In 14 Tagen in Bremen wollen wir noch stärker auftreten und natürlich erneut angreifen“, sagt Co-Trainer Christopher Voigt.
Im großen Finale gab es dann den erwarteten Zweikampf der Teams aus Bietigheim und Kiel um Platz vier, welches knapp das Team aus Kiel gewann. Der Grün-Gold Club Bremen als amtierender Weltmeister tanzte als drittes Team und gewann erneut das Turnier mit allen Bestwertungen.
