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Stadt kauft Freudenberger-Areal: Impuls für geordnete Entwicklung

| Andreas Göhring | Wirtschaft
Blick vom Channel Tower auf das Freudenberger-Areal. | Foto: mag
Blick vom Channel Tower auf das Freudenberger-Areal. | Foto: mag

Harburg. Der Senat hat den Hamburger Süden nicht aus den Augen verloren – im Gegenteil. Nach dem erklärten Ziel, die Karstadt-Immobilie zu kaufen, hat die Finanzbehörde jetzt den nächsten Schritt vollzogen. Der Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen (LIG) hat das rund 57 Hektar große ehemalige Areal Harburg-Freudenberger (vormals Krupp) gekauft und damit einen weiteren Mosaikstein für eine großangelegte visionäre Stadtentwicklung gesichert, die von Karstadt bis hinauf zum Projekt Neuländer Quarree und den maroden Gebäuden der New-York Hamburger Gummiwaaren Compagnie reicht.

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So stellt sich das Planungsbüro Raumwerk das Seevequartier vor. | Foto: Raumwerk

Offenbar hat sich die Stadt in diesem Fall schon mit dem aktuellen Eigentümer geeinigt, während bei der Karstadt-Immobilie auch ein neues Gutachten den Eigentümer noch nicht überzeugt haben soll. Dort wird also weiter gepokert, Gleichwohl werden für Karstadt schon spektakuläre Pläne geschmiedet. Statt alles einem marktwirtschaftlichen Wildwuchs ohne Einfluss auf die Art der Geschäfte zu überlassen, soll die Immobilie für frequenzbringende öffentliche Einrichtungen wie Volkshochschule und Bücherhalle genutzt werden. Im Gespräch sind sogar ein kompletter oder teilweise Umzug des Museums für Archäologie samt seiner stadtgeschichtlichen Abteilung, aber auch eine verstärkte Präsenz der TU Hamburg.

Für das Freudenberger-Areal gibt es auch schon Ideen, seit das Unternehmen 2020 in den Neubau an der Schlachthofstraße gezogen ist. Erste Maßnahmen werden die Verlagerung der Seevestraße in nördliche Richtung sein. Dadurch kann die Einmündung in die Hannoversche Straße leistungsfähiger gestaltet werden, dies wiederum ermöglicht die Aufwertung des Seevekanals mit einem großzügigen Grünzug und eine Stärkung der fußläufigen Verbindung zum Bahnhof Harburg. Später könnte hier sogar ein neues Wohnquartier entstehen. Auch dafür gibt es längst Pläne.

„Mit dem Zugriff auf diese zentralen Flächen in Harburg kann die Stadt das Umfeld aktiv entwickeln und dessen Potenzial voll ausschöpfen“, sagt Finanzsenator Andreas Dressel. Er dankt dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen, der „in dieser außergewöhnlich herausfordernden Konstellation mit klarer Konsequenz und großem Engagement ein Schlüsselareal der Stadtentwicklung für Harburg und die ganze Freie und Hansestadt Hamburg gesichert hat.“

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