Volksbank Lüneburger Heide führt Fusions-Gespräche
Winsen. Die Volksbank Lüneburger Heide eG (VBLH), die Volksbank Uelzen-Salzwedel eG und die Bremische Volksbank Weser-Wümme eG haben Gespräche über eine mögliche Fusion aufgenommen. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der Institute langfristig zu stärken und regionale Nähe zu bewahren.
Hintergrund sind branchenweite Herausforderungen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel, regulatorische Anforderungen und demografischer Wandel, die steigende Investitionen und wirtschaftliche Stabilität erfordern. Gemeinsam wollen die Banken diesen besser begegnen.
Im Fusionsfall entstünde eine der größten Volksbanken Norddeutschlands mit rund 8,0 Milliarden Euro Bilanzsumme, knapp 1.000 Mitarbeitenden, 45 Filialen und etwa 124.000 Mitgliedern im Wirtschaftsraum zwischen Bremen, Hamburg und Hannover. Geplanter Name: Volksbank Bremen Lüneburger Heide eG. Verwaltungssitze sollen Winsen und Bremen werden; weitere Standorte wie Buchholz, Soltau, Sottrum und Uelzen bleiben als Büro- und Begegnungsorte erhalten.
„Unsere Regionen bleiben Heimat. Eine mögliche gemeinsame Bank würde das gemeinsame Zuhause sein“, so Vorstandssprecher Ulrich Stock. „Wir möchten Bewährtes nicht ersetzen, sondern weiterentwickeln.“ Manuel Harmening (Vorstand VBLH) betont: Verantwortung bedeute, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen – ohne Bewährtes zu ersetzen, sondern es weiterzuentwickeln.
Die größere Organisation soll mehr Spezialisierung ermöglichen, etwa in der Firmenkunden-Beratung, im Private Banking, bei Immobilienfinanzierungen sowie bei digitalen Prozessen – zugunsten von Privat- und Geschäftskunden. Vertreter aller drei Partner sollen in Vorstand und Aufsichtsrat der fusionierten Bank berufen werden. Der Prüfprozess hat begonnen; die VBLH will transparent informieren.
