Orkan fegte über Harburg Stadt & Land: So wütete Zeynep in der Nacht
Harburg Stadt & Land. Orkan Zeynep ist über Harburg Stadt und Land hinweggefegt und hat vornehmlich die Feuerwehrleute kräftig gefordert. Allein im Landkreis Harburg mussten die Feuerwehren bis 5:30 Uhr zu über 650 Einsätzen ausrücken – Ausnahmezustand! Update 13:30 Uhr: Mittlerweile sind es im Landkreis über 1.100 Einsätze!
So stürzten in Holvede zwei Bäume auf die Heidenauer Straße. Die Feuerwehr konnte die beiden nicht vor Ort zersägen, da es in dem Waldgebiet zu gefährlich war. Deshalb rückten zwei Traktoren an, die die Stämme auf ein naheliegendes Feld zogen.
In Tostedt war es die Verkleidung eines Daches, die sich an einem Geschäftsgebäude gelöst hatte. Sie musste von der Feuerwehr entfernt werden.
Auf der A7 stießen zwischen Thieshope und Garlstorf zwei Autos mit einem umgestürzten Baum zusammen. Dabei wurde zum Glück niemand verletzt.
Ein Feuerwehrmann verletzte sich laut Angaben seitens der Polizei bei Aufräumarbeiten in der Samtgemeinde Tostedt leicht.
Während Zeynep wütete, wurden von der Polizei vorsorglich einige Straßen im Landkreis Harburg, die durch Waldgebiete führen, aus Sicherheitsgründen gesperrt.
In Harburg stürzte ein Baum auf die Winsener Straße. Er wurde von den Feuerwehrleuten zersägt. In Heimfeld kippte ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus. Das Technisches Hilfswerk und ein Kran der Feuerwehr waren in der Heimfelder Straße vor Ort.
Auch der Bahnverkehr war wieder betroffen. So war sowohl der Fern- als auch der Nahverkehr bei der Deutschen Bahn, dem Metronom und Start Niedersachsen eingestellt.
Das Hochwasser erreichte mit bis zu 3,75 Metern über dem mittleren Hochwasser den Bereich der sehr schweren Sturmflut. Vor 60 Jahren, bei der großen Sturmflut, erreichte das Hochwasser 4,03 Meter. Aber dieses Mal hielten die Deiche, es gab lokale Überschwemmungen.
Die Aufräumarbeiten der Hinterlassenschaften der beiden Orkane Ylenia und Zeynep werden wohl noch einige Zeit dauern. Die Behörden warnen weiter auch davor, die Wälder zu betreten. Dort besteht durch eventuell umstürzende Bäume und herabfallende Äste weiterhin Lebensgefahr.