Das neue Feuerwehrgerätehaus in Sprötze wird nachhaltig und klimafreundlich
Buchholz-Sprötze. Die Freiwillige Feuerwehr Sprötze bekommt einen Neubau - und das aus gutem Grund: Das alte Gerätehaus ist zu eng, zu klein und baulich in einem schlechten Zustand. „Als wir vor anderthalb Jahren mit der Planung begannen, waren wir ziemlich visionär“, sagte der Buchholzer Stadtbaurat Stefan Niemöller jüngst beim symbolischen ersten Spatenstich. Und das ist keine Übertreibung. Tatsächlich entsteht an der Brückenstraße ein Neubau, der so nachhaltig und so klimafreundlich ist, wie zurzeit nur möglich.
So entspricht das Gerätehaus dem energetischen Standard KFW-EE 40. Dafür wird das Haus unter anderem mit einer aktiven Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung ausgerüstet. Der Einsatz fossiler Energie zur Wärmeerzeugung wird vermieden, in dem das künftige Heim der Sprötzer Wehr mit zwei Luft-Wärme-Pumpen beheizt, der Strom von eine Photovoltaik Anlage mit 30 KW (Peak) erzeugt wird. Die Anlage bedeckt rund zwei Drittel des Flachdachs, der Rest wird begrünt. Selbst die so genannte graue Energie - also die Energie eines Produktes die benötigt wird für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung von Bauteilen und Materialien - wird durch den umfangreichen Einsatz des natürlichen Baumaterials Holz erheblich reduziert.
„Damals hielten wir es für Visionär, so zu bauen“, analysiert Niemöller, „heute ist es das Gebot der Stunde.“ Dazu beigetragen habe auch die angenehme und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, insbesondere den Verantwortlichen der Feuerwehr. „Wir haben die Planung in jeglicher Hinsicht gemeinsam abgestimmt“, betonte Niemöller. „Im Ergebnis hat dieser fruchtbare Prozess dazu geführt, dass hier jetzt ein Gebäude entsteht, das die Erfordernisse einer leistungsfähigen Wehr und des Klimaschutzes voll und ganz erfüllt.“