Buchholzer Bushaltestellen werden barrierefrei: 16. Station fertiggestellt
Buchholz. Das Ziel haben die Tiefbauer um Abteilungsleiter Cristian Golea klar vor Augen: Bis zum kommenden Jahr soll in Buchholz und seinen Ortschaften das Haltestellenkonzept des Landkreises Harburg umgesetzt und damit zahlreiche Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei ausgebaut sein. Jüngst ist mit dem Umbau der Stadtbus-Station „Seppensen Mitte“ die 16. Haltestelle barrierefrei geworden. „Wobei Haltestellen überwiegend aus zwei Haltepunkten bestehen“, erläutert Golea, „die aber nur als eine Haltestelle gezählt werden.“
Der Landkreis fördert den Ausbau jährlich mit 41 000 Euro. Im Schnitt können damit zwei Stationen - also vier Haltepunkte - umgebaut werden. Der Löwenanteil der Umrüstungen entfällt auf Stadtbus-Stationen, vor allem in den Ortschaften, die nicht an das System angeschlossen sind, wurden auch Haltepunkte der KVG-Busse barrierefrei gemacht. Die Station Seppensen Mitte ist dabei so etwas wie das doppelte Lottchen der Buchholzer Bushaltestellen. „Die ist so groß, hier können nicht nur die zwölf Meter langen Stadtbusse halten, sondern auch die 18-Meter-Omnibusse der KVG“, erklärt Golea. Der Umbau liegt deshalb mit rund 50 000 Euro auch deutlich über dem Schnitt.
Vor allem zwei Elemente stehen beim barrierefreien Ausbau im Fokus - Bordsteine und taktile Markierungen. „Wir verbauen hier immer das so genannte Kasseler Bord“, berichtet Golea. Das ist deutlich höher als der gewöhnliche Kantstein. Dadurch wird Menschen mit Rollator und Rollstuhl der Zugang zum Bus wesentlich erleichtert. Dazu werden sogenannte taktile Elemente verbaut. Diese weißen, mit Rillen versehenen Bänder führen Menschen mit Sehbehinderungen sicher zum Buseinstieg. Der ist durch eine breite taktile Aufstellfläche gekennzeichnet und findet sich bei jedem Haltepunkt direkt neben dem Haltestellenmast. Das Programm wird fortgesetzt. Krankenhaus, Schulen, Frequenz und - in den Ortschaften - die Einwohnerzahl sind die für die Umrüstung maßgeblichen Prioritäten.
