Stühlerücken im Vorstand des Harburger Shanty-Chors "Tampentrekker"
Harburg. Aus gesundheitlichen Gründen hat Lothar Überall aus Harsefeld kürzlich das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Harburger Shanty-Chors "Tampentrekker" niedergelegt. 15 Jahre lang hatte er die Zügel in der Hand, doch auch in einem ehrenamtlich geführten Verein nimmt die Vorstandarbeit immer größere Ausmaße an, so dass es für den 76-Jährigen sinnvoll erschien, das Amt in jüngere Hände zu geben. Dieses geschah nun während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Dabei wurde Andreas Trost aus Buchholz einstimmig zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt.
Andreas Trost hatte sich bereits seit einigen Jahren als Zweiter Vorsitzender profiliert und will das Schiff mit ruhiger Hand in die richtige Richtung führen. In das frei gewordene Amt als Vizechef wurde Hans-Jürgen Grube aus Stelle gewählt. Er traf aus Sicht der Sänger die richtige Entscheidung, da er im Laufe des Jahres in Rente gehen wird und die frei gewordene Zeit zum Teil der Vorstandsarbeit widmen will.
Mit diesem Gedanken wenden sich die "Tampentrekker" an Männer, denen das Rentenalter bevorsteht und die für diese Zeit ein sinnvolles Hobby suchen. Singen in einer Gemeinschaft hält Körper und Geist frisch und öffnet bei Fahrten zu Auftritten und Ausflügen neue Perspektiven.
Zudem erleben die Sänger als Miwirkende in der beliebten TV-Sendung „Inas Nacht“ etliche interessante Prominente und sie erleben während ihrer Reisen viele neue Dinge, wie beispielsweise bei einer literarischen Krimi-Nacht oder in einer Ölmühle bei ihren Freunden in der Süd-Steiermark.
Darüber hinaus lassen sich auch in Hamburg noch viele Erfahrungen machen, wie bei bei Fernsehaufzeichnungen von Quizsendungen oder Auftritten im Michel. Andreas Trost allerdings betont: „Der Chor ist nicht nur offen für zukünftige Rentner, auch jüngere 'Semester' sind gern bei uns gesehen, auch wenn wir sehen, dass sich in jüngeren Jahren Beruf, Familie und Chor manchmal nur schwer 'unter einen Hut bringen' lassen. Wir versuchen allerdings, Lösungen zu finden. Gern können sich Interessierte nach vorheriger Kontaktaufnahme bei einem Übungsabend herein schauen: Montags ab 19 Uhr in der Wilhelm-Carstens-Stiftung in der Rotenhäuser Straße 32 in Wilhelmsburg.“
Während der Mitgliederversammlung wurde nicht nur der Vorstand neu aufgestellt. Horst Fränkel, seit 1982 im Verein und jahrelanger gewissenhafter Kassenwart, wie auch der scheidende Vorsitzende Lothar Überall, Chormitglied seit 1988, wurden einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt.
