Purer Leichtsinn: Pärchen klettert auf Oberleitungsmast mit 15.000 Volt-Leitung
Harburg. Am Samstagnachmittag, 15. April 2023, kletterten eine 20-jährige Frau und ein 23-jähriger Mann am Bahnsteig 2 des Bahnhofs Harburg auf einen Oberleitungsmast, der eine Bahnoberleitung mit einer Spannung von 15.000 Volt trug. Eine Zeugin beobachtete die gefährliche Aktion und alarmierte die Polizei.
Die Bundespolizei traf schnell am Ort des Geschehens ein, wo das Duo den Mast bereits unverletzt verlassen hatte und auf dem Bahnsteig auf sie wartete. Auf Nachfrage gaben sie an, dass es sich um einen Spaß gehandelt habe und dass sie sich der Gefahr nicht bewusst gewesen seien. Die Bundespolizisten erklärten ihnen die Risiken von Bahnstrom in den Oberleitungen und die Betroffenen zeigten sich sichtlich erschrocken und einsichtig.
Die beiden wurden wegen der Ordnungswidrigkeit angezeigt, und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie vor Ort freigelassen. „In diesem Fall haben die Betroffenen sehr viel Glück gehabt, aber Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze. Gefahren, die von Oberleitungen ausgehen werden häufig unterschätzt“, so die Bundespolizei.
Angesichts dieses Vorfalls warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg eindringlich vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen. Bahnanlagen sind keine Abenteuerspielplätze, und die Gefahren von Oberleitungen werden oft unterschätzt. Die Oberleitungen im Bahnbereich führen eine Spannung von 15.000 Volt und können tödliche Stromschläge verursachen, auch ohne direkte Berührung. Ein Mindestabstand von 1,50 Metern zur Oberleitung ist einzuhalten, um Spannungsüberschläge zu vermeiden, die oft zu schweren Verbrennungen oder gar zum Tod führen.
