Gemeinde Seevetal geht gegen Schrottfahrräder und aufgegebene Fahrräder vor
Seevetal. Sie bieten kein schönes Bild: Schrottfahrräder an Bahnhöfen, an größeren Bushaltestellen oder an Laternenmasten. Häufig nehmen sie anderen Rädern den Platz weg, gleichzeitig sind sie einfach nur ärgerlich und verunstalten das Ortsbild. Hierzu gehören auch fahrbereite Räder, die aber offensichtlich aufgegeben worden sind. Die Gemeinde Seevetal hat jetzt begonnen - analog zum Vorgehen bei offensichtlich nicht fahrbereiten Pkw - solche Fahrräder zu kennzeichnen. Vier Wochen hat der Eigentümer dann die Möglichkeit, sein Fahrrad abzuholen. Danach wird es durch die Gemeinde entfernt und - sofern sich immer noch keine berechtigte Person gemeldet hat - zu einem späteren Zeitpunkt versteigert oder verschrottet. Vorher wird mit Hilfe der Polizei überprüft, ob das Fahrrad als gestohlen gemeldet wurde.
Hittfelds Ortsbürgermeister Helmut Dohrmann freut sich über die Initiative der Gemeinde. Über den Ortsrat würden immer wieder Hinweise auf herrenlose Fahrräder gegeben werden. Dazu gehöre beispielhaft auch ein an der Haltestelle Hittfeld Kirche abgestelltes und angeschlossenes Fahrrad. Es scheint grundsätzlich fahrbereit zu sein, ist aber erkennbar lange Zeit nicht mehr bewegt worden. Es blockiert einen wertvollen Stellplatz an dieser stark frequentierten Bushaltestelle. Dieses und viele weitere Räder haben kürzlich eine gelbe Banderole mit entsprechenden Hinweisen für den Eigentümer erhalten. Auch verkehrsbehindernd abgestellte Räder können, unabhängig von Dauer und Zustand, zukünftig entsprechend so gekennzeichnet werden. Blockieren Fahrräder Fluchtwege oder Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienst, können Fahrräder auch unmittelbar entfernt werden.
