Sternschnuppen-Spektakel am Nachthimmel: Die Orioniden sind da!
Harburg Stadt&Land. Wenn man eine Sternschnuppe sieht, dann kann man sich etwas wünschen. Und der Wunsch geht in Erfüllung – vorausgesetzt, man erzählt ihn niemandem. So sagt es zumindest der Volksmund.
Gerade trifft die Erde auf den Meteoritenstrom der Orioniden. Bis zum 7. November sind sie noch zu sehen. Sein Maximum wird er am 21. Oktober erreichen - dann können Himmelsbeobachter zahlreiche Wünsche auf den Weg schicken. Denn dann schickt der Meteorstrom der Orioniden, der alljährlich um diese Zeit die Erde erreicht, bis zu 20 Gesteins- und Staubpartikel in der Stunde auf den Weg in die Atmosphäre, wo sie als Sternschnuppen verglühen. Schwierigkeiten könnte in diesem Jahr allerdings der Mond bereiten, der mit mehr als seiner Hälfte am Himmel steht. Und sein Licht kann die ein oder andere Sternschnuppe überstrahlen.
Das Besondere an den Orioniden ist, dass sie mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind: Mit bis zu 66 Kilometern in der Sekunde treten sie in die Erdatmosphäre ein. Einige können dabei sogar als Feuerball explodieren.
Zur Beobachtung sollte man sich einen Ort mit freiem Blick nach Südosten suchen, wo auch das namensgebende Sternbild des Orion steht, das dem Meteoritenstrom seinen Namen gab. Denn anscheinend kommen sie direkt aus diesem Sternbild. In Wahrheit sind es kleine Trümmer, die der Halleyschen Kometen, die er auf seiner 76 Jahre dauernden Umrundung um die Sonne hinterlässt.
Außerdem ist es ratsam, sich so weit wie möglich von hellen Lichtquellen wie Städten zu entfernen und auch nicht in den Mond zu schauen.
