Harburger Shantychor "De Tampentrekker" begeisterte bei den Matjestagen in Emden
Harburg/Emden. „Das war ’ne geile Show!“, war der Kommentar von Chorleiter Tim Hußmann kurz nach dem Auftritt des Harburger Shantychors "De Tampentrekker" bei den Emder Matjestagen. Der Chor-Vorsitzende Andreas Trost aus Buchholz ergänzte: „Ein wunderschönes Konzert bei bestem Wetter!“ Wie recht die beiden doch hatten! Zum ersten Mal waren die Harburger Shanty-Sänger zu den traditionellen Emder Matjestagen eingeladen, die auf fünf Bühnen innerhalb von fünf Tagen groß gefeiert wurden. Viele Chöre waren aus den benachbarten Niederlanden angereist.
Die "Tampentrekker" freuten sich über den begehrten und exklusiven Termin am Sonnabendnachmittag auf der großen Bühne am idyllischen Emder Hafen. Nach den Chören aus Hiesfeld (bei Dinslaken) und Leeuwarden war es an den Harburger Sängern, „Emden zu rocken“, wie es Basssänger Riko Zellmer ausdrückte. Und so kam es dann auch. Vom ersten Ton an bis zu den lautstark geforderten Zugaben.
Die Shanty-affinen Zuhörer waren natürlich textsicher bei Titeln wie "Dat Leed vun‘ Tüdelband", "Aloha He", Das Herz von St. Pauli, "Einmal noch nach Bombay" oder "Santiano". Von Tim Hußmann angefeuert, waren sie bereit, bei grellem Sonnenschein im Stehen und Arme schwenkend ihr Bestes zu geben. Großen Anklang fanden auch (wieder) "Whiskey in the Jar", "Sloop John B.", "Wellerman", "Oceanliner" und andere mit Herz und Seele und viel Körpereinsatz dargebotene und mit großem Beifall aufgenommene Titel.
Der Bühneneinsatz war jedoch nicht die einzige Aufgabe, die die Sänger „aus Inas Nacht“ erledigen mussten. Vor und nach den Auftritten wurden sie immer wieder vom Publikum auf die Sendung, die die "Tampentrekker" so richtig bekannt gemacht hat, angesprochen. Und um Selfies gebeten, was natürlich mit Freuden erledigt wurde.
Ein Harburger Shantysänger: „Mittlerweise kommt man sich schon vor wie ein Fernsehstar.“ Ganz so weit ist es dann aber noch nicht. Gute Bilder für die Zuschauer gab es auch, als die „Shantys“ mit ihrem Tampen durch die Zuschauer zur Bühne zogen - allen voran „Hummel“ Hans-Jürgen Grube und Andreas Trost mit der Schiffsglocke.
