Feengarten Jork – Vom Wunsch nach einem Haus zum ökologischen Paradies
Jork-Estebrügge. Was als Suche nach einem Eigenheim begann, wurde zu einem liebevoll gepflegten Naturprojekt: Der Feengarten in Jork, gegründet im Jahr 2020 von Felicitas „Fee“ und Eric Prenzel. Wie es dort grünt, blüht und summt ist ein tolles Beispiel für eine nachhaltige Gartengestaltung.
Ursprünglich wollten die Prenzels eigentlich ein Haus kaufen – und Eric war auf der Suche nach einem Stellplatz für sein Wohnmobil. Das Grundstück erschien ihnen zunächst wie eine Verlängerung des Grundstücks des avisierten Hauses. Das Haus wurde zwar nicht erworben, doch stattdessen bot die Kirche, der der Garten gehört, diesen den Prenzels an.
Ein ökologisches Fleckchen mit Charakter
Die Grundidee der beiden: Ein naturbelassenes, ökologisches Stück Erde erschaffen, das zeigt, wie man ein unscheinbares Gelände umstrukturieren und beleben kann. Alles, was im Feengarten zu finden ist, wurde gebraucht angeschafft – vom Gewächshaus bis zu "Rasimier", dem treuen Rasenmäher. Der Brunnen wurde selbst gebohrt, Strom kommt aus der Sonne. Chemie? Fehlanzeige – gespritzt wurde hier noch nie.
Wo einst Insekten fehlten, summt es heute

Zu Beginn sagten die Nachbarn: „Hier gibt’s keine Bienen mehr.“ Heute stehen fünf Völker Honigbienen im Garten – und der Honig ist einzigartig dunkel, dank der umliegenden Brombeerhecken. Auch ein Insektenhaus wurde gebaut – mit einem besonderen Clou: Es trägt den Giebel des Jorker Rathauses und ist verziert mit liebevollen Ornamenten, die für das Alte Land stehen – Wappen aus dem Alten Land, eine Mühle, ein Leuchtturm, Obst, Fachwerkhäuser. Erschaffen wurde es von Norbert Klose, einem Unterstützer mit Herz und Hand.
Gemüse, Gemeinschaft und Patenschaft
In Hochbeeten wachsen Rucola (wer einmal wissen möchte, wie „Rauke“ wirklich schmeckt – nussig, süß, scharf, fantastisch – muss hier einmal her), Radieschen, Zucchini, Kohlrabi, Artischocken – alles biologisch und mit Hingabe gepflegt. Das Herzstück aber bilden rund 50 gesponserte Bäume, überwiegend Apfelbäume, aber auch Pfirsiche, Feigen, Walnüsse, Kirschen, Mirabellen und Pflaumen. Die Bäume stammen aus einer Biobaumschule, sind robuste, regionale Sorten – wie der „Altländer Pfannkuchenapfel“. Jeder Baum trägt einen Patenspruch – gestiftet von Menschen aus aller Welt. Die weitesten Patenschaften kommen aus Bali und Neuseeland.
Helfertage und offenes Miteinander
Ein- bis zweimal im Jahr findet ein Helfertag statt – mit veganem Buffet und offenem Austausch. Ziel ist es, dass Menschen zusammenkommen, sich begegnen, voneinander lernen. Wer mitmachen möchte, ist jederzeit herzlich eingeladen.
Der Feengarten ist mehr als nur ein Stück Land – er ist ein lebendiger Ort der Veränderung, ein Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit und eine Einladung an alle, die Welt ein kleines Stückchen grüner und gemeinschaftlicher zu gestalten.
Wer Interesse hat, den Feengarten einmal zu anzuschauen und/oder zu helfen, der kann sich an Felicitas Prenzel wenden. Entweder telefonisch unter 0156/78703308 oder per Mail an
