Anti-Kriegs-Mahnmal gestohlen: Unbekannte klauen das "Trauernde Kind" und auch das "Blumenmädchen"
Harburg. Viele Jahre war es der Konterpart zur überlebensgroßen und oft als kriegsverherrlichend kritisierten Statue des Soldaten vor der St. Johanniskirche an der Ecke Bremer Straße/Krumholzberg: Das „Trauernde Kind“, das weinend vor den zerschossenen Helmen getöteter Soldaten aus Armeen verschiedener Länder kniet. Geschaffen wurde es 1988 von Hendrik-André Schulz und hat gerade in der heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewonnen.
Nun wurde dieses Mahnmal gegen Krieg gestohlen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vergangener Woche (22. auf 23. Juli 2025) wurde die Bronze-Statue des Kindes von Unbekannten abmontiert und entwendet.
In der gleichen Nacht wurde die Figur des „Blumenmädchens“ von Karl August Ohrt, ebenfalls aus Bronze, aus der Maretstraße gestohlen.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die in diesem Zusammenhang Beobachtungen gemacht haben und/oder Hinweise auf tatverdächtige Personen oder den Verbleib der Statuen geben können, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040/4286-56789 oder an einer Polizeidienststelle zu melden.
