Besonderer Übungsdienst in Leversen – Feuerwehr Hamburg-Berne trainiert mit TH2
Rosengarten-Leversen. Einen Ausbildungsdienst der besonderen Art erlebten am Freitagabend die Kräfte des Fachzugs Technische Hilfeleistung 2 (TH2) der Freiwilligen Feuerwehr Leversen-Sieversen. Erstmals nahm eine Besatzung der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Berne an der gemeinsamen Übung teil – als ungewöhnliche Folge einer verlorenen „Baumpflanz-Challenge“.
Ursprünglich hatten die Partnerfeuerwehren Leversen-Sieversen und Berne ein Duell vereinbart: Innerhalb einer Frist sollte jeweils ein Baum gepflanzt werden. Da die Leverser ihr Ziel nicht rechtzeitig erreichten, luden die Wehrführungen gemeinsam mit TH2-Zugführer Andreas Schubert die Berner als „Entschädigung“ zum Augustdienst und zum traditionellen Grillen ein.
Durchmischte Teams und neue Herausforderungen
Bereits zum Auftakt sorgte Schubert für eine Überraschung: Die Besatzungen der sechs beteiligten Fahrzeuge wurden neu zusammengestellt, sodass Einsatzkräfte unterschiedlicher Wehren zusammenarbeiten mussten. Lediglich Fahrzeugführer und Maschinisten blieben den eigenen Fahrzeugen zugeordnet.
An einem landwirtschaftlichen Betrieb erwarteten die 35 Einsatzkräfte schließlich drei realitätsnahe Szenarien:
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Der Rüstwagen Hollenstedt und das Löschgruppenfahrzeug mussten eine unter einem Lkw eingeklemmte Person retten.
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Das Tanklöschfahrzeug Leversen und der Rüstwagen Rade befreiten eine Übungspuppe aus einem Kartoffelroder.
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Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs aus Berne rettete eine Person aus rund acht Metern Höhe in einem Kartoffellager.
Die Einsatzleitung übernahm der ELW Rosengarten, der zugleich die Führungsarbeit mit einer Lagedarstellung trainierte.
Positive Bilanz und kameradschaftlicher Ausklang
Nach gut einer Stunde hieß es „Übungsende“. Die Rückmeldungen der Führungskräfte waren durchweg positiv: Alle Aufgaben seien vollständig und professionell abgearbeitet worden. Auch die durchmischten Teams bewährten sich. „Es hat großen Spaß gemacht, mit neuen Kameradinnen und Kameraden auf unbekannten Fahrzeugen zu arbeiten“, lautete das einhellige Fazit.
Zurück am Gerätehaus in Leversen erwarteten die Einsatzkräfte bereits gegrillte Spezialitäten, vorbereitet von Ortsbrandmeister-Stellvertreter Philipp Instinske und Zugführer Karsten Westphal. Bei bestem Sommerwetter klang der Abend gesellig aus.
Fazit: Die Übung zeigte eindrucksvoll, dass Feuerwehrarbeit überall nach denselben Prinzipien funktioniert – ob in Hamburg-Berne, Leversen oder anderswo. Oder wie es ein altbekannter Feuerwehrspruch zusammenfasst: „Feuerwehreinsätze in Flensburg sind nicht anders als in Garmisch, Aachen oder Görlitz.“
