Hasen und Kaninchen in freier WIldbahn nicht anfassen – Kreisveterinäramt warnt vor Hasen- und Kaninchenpest
Landkreis Harburg. Spaziergänger, Jäger und Hundehalter sollten aktuell aufmerksam sein: Der Veterinärdienst des Landkreises Harburg rät dringend davon ab, tote oder auffällig kranke Hasen und Kaninchen in freier Wildbahn anzufassen. Hintergrund sind vereinzelte Nachweise der Infektionskrankheiten Tularämie („Hasenpest“) und Myxomatose („Kaninchenpest“) in Niedersachsen.
Im Landkreis Harburg wurden 2025 bislang lediglich zwei Myxomatose-Fälle festgestellt, Tularämie trat hier noch nicht auf. Eine akute Gefahr für Menschen bestehe nicht, so die Kreisverwaltung. Um das ohnehin geringe Ansteckungsrisiko weiter zu minimieren, empfehlen die Fachleute jedoch Vorsicht und einfache Hygieneregeln.
Die hochansteckende Tularämie betrifft vor allem Hasen, Kaninchen und kleine Nager. Erkrankte Tiere wirken apathisch, haben Fieber und struppiges Fell. Auch Menschen können sich bei direktem Kontakt oder über Haustiere anstecken, nicht aber von Mensch zu Mensch. Symptome ähneln einer schweren Grippe und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Die Viruserkrankung Myxomatose tritt fast ausschließlich bei Kaninchen und Feldhasen auf. Sie wird über direkten Kontakt oder Stechmücken übertragen und endet für die Tiere meist tödlich.
Der Landkreis ruft dazu auf, tote Wildtiere direkt dem zuständigen Jagdpächter oder dem Veterinäramt zu melden (E-Mail:
