53-Jähriger nach brutaler Auseinandersetzung in Untersuchungshaft
Seevetal-Hittfeld. Ein Streit unter Lkw-Fahrern ist am Wochenende auf einem Firmengelände an der Werkstraße eskaliert und endete für einen 58-jährigen Mann lebensgefährlich. Nach einem zunächst gemeinsamen Alkoholkonsum soll ein 53-jähriger Fahrer massiv auf den Kollegen eingeschlagen haben. Der mutmaßliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Die Polizei wurde am Nachmittag des 23. November gegen 15 Uhr zu einem laufenden Rettungseinsatz auf den Lkw-Parkplatz gerufen. Einsatzkräfte hatten den 58-Jährigen nicht ansprechbar in der Schlafkoje seines Fahrzeugs gefunden. Verletzungen deuteten darauf hin, dass der Mann durch Gewalteinwirkung zu Schaden gekommen war. Er wurde per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und befindet sich weiterhin in kritischem Zustand.
Im Rahmen der ersten Ermittlungen ergaben sich schnell Hinweise auf einen 53-jährigen Lkw-Fahrer, der den Mann geschlagen haben soll. In dessen Fahrzeug sicherten die Beamten Spuren, die den Verdacht verstärkten. Der Mann wurde daraufhin vorläufig festgenommen.
Zeugen, die das Wochenende ebenfalls auf dem Parkplatz verbracht hatten, berichteten, dass beide Männer am Freitagabend und frühen Samstagmorgen erhebliche Mengen Alkohol konsumiert hatten. Im Lkw des 53-Jährigen sei es anschließend zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen, bei der der 58-Jährige offenbar mehrfach geschlagen wurde und schließlich aus dem Führerhaus stürzte. Kollegen brachten den Verletzten zurück in seinen eigenen Lkw. Erst als sich sein Zustand am Sonntag deutlich verschlechterte, alarmierten sie den Rettungsdienst.
Die Staatsanwaltschaft Lüneburg beantragte am Montag einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags. Das Amtsgericht Lüneburg ordnete die Untersuchungshaft an, da der Beschuldigte keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
