Vom Schicksalsschlag zur Erfolgsgeschichte: Ausstellung im Winsener Krankenhaus eröffnet
Winsen. Ein tragischer Unfall vor fast 250 Jahren war der Auslöser für eine Entwicklung, die bis heute das Gesundheitswesen in Winsen prägt. Der Apotheker Theodor Meinecke gründete nach dem Tod seines Sohnes eine sogenannte „Kleinkindbewahranstalt“ – die Keimzelle des heutigen Krankenhauses der Stadt.
Diese lange Geschichte nimmt nun die neue Ausstellung im Erdgeschoss des Winsener Krankenhauses in den Blick. Fotos, alte Baupläne und medizinische Geräte dokumentieren eindrucksvoll den Wandel der Institution von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Zu sehen ist die Schau in mehreren Vitrinen nahe der Cafeteria – öffentlich zugänglich für Besucherinnen, Patienten und Mitarbeitende.
Die Idee und Umsetzung stammen von Sophia Meyn, derzeit Bundesfreiwillige im Museum im Marstall. Unterstützt wurde ihr Projekt von der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Krankenhauses Winsen sowie der GiRoWi-Stiftung. Ziel sei es, so das Museum, die enge Verbindung zwischen Museum und Stadtgesellschaft zu stärken. „Das Krankenhaus ist ein Ort, an dem täglich viele Menschen zusammenkommen – hier Geschichte sichtbar zu machen, erreicht auch die, die sonst selten ins Museum gehen“, heißt es aus dem Marstall.
Das Krankenhaus profitiert von dieser Kooperation ebenfalls: Neben der medizinischen Versorgung wird es so auch zu einem Ort der Kultur. Passend dazu ergänzen die „Kulturpausen“ das Ausstellungsprogramm – kleine Veranstaltungen, die Kunst und Alltag verbinden. Ein Konzert des Winsener Ukulelenorchesters „Ukulestra“ am 15. März im Foyer des Krankenhauses bildet den nächsten Höhepunkt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Bis in den Sommer hinein sind weitere Aktionen geplant. Die Ausstellung selbst soll regelmäßig mit neuen Themen erweitert werden.
