Wunder der Natur: Die Blüte der Schachblume auf dem Junkernfeld steht bevor
Seevetal-Hörsten-Over. Ein besonderes Naturschauspiel können Ausflügler jedes Jahr im April auf dem Junkernfeld zwischen Hörsten und Over bewundern. Denn dann blüht dort in den letzten aprilwochen die Schachblume, auch Schachbrettblume genannt. Mit ihren purpurnen und manchmal auch weißen Blüten, die mit einem Schachbrettmuster verziert sind, bedeckt sie dann die feuchten Wiesen. Hier, im Naturschutzgebiet „Untere Seeveniederung und Over Plack“, liegt eines der wenigen Gebiete in Deutschland, in dem sie gedeiht.
Exkursionen zur Sachblume
Zwei Exkurionen gibt es zu dem Naturwunder. Einmal laden die Seevetaler Grünen zum naturkundlichen Spaziergang am Junkernfeld und der Seevengeti. Los geht’s am Sonnabend, 18. April, um 10 Uhr am Aussichtsturm Junkernfeldsee (Hörsten, Ecke Herrendeich/Zum Junkernfeld). Am SOnnabend, 2. Mai, laden Nature Writing Festival und der Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) e. V. zum Spaziergang ein. Treffen ist um 14:00 Uhr Uhran der Bushaltestelle Wuhlenburg/Schleuse. Dorthin fährt der Bus 149 vom der S-Bahnstation Harburg-Rathaus oder vom Bahnhof Winsen/Luhe und hier befindet sich auch ein Parkplatz für PKW. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt, deshalb sollte man sich anmelden:
Für alle, die ohne geführte Wanderung die Schönheit der Schachblume bewundern wollen: Von Hörsten oder Over aus kann man das Junkernfeld gut erkunden. Aber Achtung: In dem Naturschutzgebiet gibt es bestimmte Verhaltensregeln. So dürfen die gekennzeichneten Wege nicht verlassen werden, Hunde müssen an der Leine geführt werden und unnötiger Lärm sollte vermieden werden.
Die Sage von der Entstehung
Klar, dass es zu diesem Wunder der Natur auf dem Junkernfeld auch ein Märchen gibt: Von einem Junker, der für sein Leben gerne Schach spielte und darüber seine Braut vergaß, der er einen Spaziergang versprochen hatte. Feen und Elfen fanden die traurige Braut und die Fee erfüllte ihr einen Wunsch. Sie wolle ihren Bräutigam nie wieder sehen, wünschte sich die Braut da. Und die Fee erfüllte diesen Wunsch und ließ den Junker und seinen Freund bei ihrem Schachspiel einschlafen. Und die Elfen verwandelten ihn in eine Blume, die traurig ihren purpurnen Kopf hängen ließ und als Zeichen ein Schachbrettmuster hatte.
Aber die Braut war traurig ohne ihren Junker und die Fee gab ihr noch einen Wunsch frei. Sie wolle wieder bei ihren Bräutigam sein, das war ihr Wunsch. Da das nun nicht mehr ging, verwandelte die Fee auch sie in eine Blume - mit einer weißen Blüte ohne muster, da sie ein weißes Kleid trug. Und darum haben die purpurnen, männlichen Schachblumen das Muster, und die weißen, weiblichen, keines. Beide blühen nun wieder vereint auf dem Junkernfeld. Und wenn man in einer hellen Vollmondnacht vor Ort ist, dann soll man noch heute die Elfen auf dem Feld tanzen sehen können.
