Homophobe Hasstat: Polizei sucht nach Angriff auf 19-Jährigen nach den Tätern
Süderelbe-Fischbek. In Fischbek ist in der Nacht zu Samstag ein 19-jähriger Mann Opfer eines mutmaßlich homophob motivierten Angriffs geworden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Nach Angaben der Kriminalpolizei hatte sich der junge Mann gegen 0:35 Uhr über eine App mit einem Unbekannten verabredet. Treffpunkt war die Ecke Am Aschenland/Geutensweg. Von dort aus führte ihn der Mann auf einen nahegelegenen Feldweg, wo offenbar bereits eine Gruppe von etwa fünf Personen wartete.
Als der 19-Jährige die Situation als bedrohlich einschätzte und zu seinem Auto zurückkehren wollte, griffen mindestens zwei Männer ihn unvermittelt an. Sie schlugen und traten auf den Heranwachsenden ein, wobei einer der Täter einen schlagstockähnlichen Gegenstand eingesetzt haben soll.
Erst als sich ein Fahrzeug näherte, ließen die Angreifer kurzzeitig von ihrem Opfer ab. Der 19-Jährige konnte die Gelegenheit nutzen und sich in seinen Pkw retten. Wenig später hielt ein grauer oder silberfarbener VW Polo neben ihm. Aus dem Fahrzeug heraus wurde eine Scheibe seines Autos beschädigt. Anschließend flüchteten die Täter mit dem Kleinwagen, einem E-Scooter sowie zu Fuß in Richtung Cuxhavener Straße.
Der 19-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde durch eine Rettungswagenbesatzung in ein Krankenhaus gebracht, das er nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte.
Die Täter werden als etwa 16 bis 20 Jahre alt, 170 bis 185 Zentimeter groß und „südländisch“ aussehend beschrieben. Einer von ihnen soll einen auffälligen Ziegenbart getragen haben.
Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bislang ohne Erfolg. Die Ermittlungen hat der Staatsschutz (LKA 73) übernommen, da ein homophober Hintergrund vermutet wird.
Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
