Polizei durchsucht Wohnungen nach homophobem Angriff
Süderelbe-Neugraben-Fischbek. Nach einem mutmaßlich homophob motivierten Angriff auf einen 19-Jährigen im vergangenen Mai haben Einsatzkräfte jetzt Durchsuchungsbeschlüsse bei drei Tatverdächtigen (19, 20, 21) vollstreckt.
In der Nacht zum 16. Mai hatte sich das Opfer über eine App mit einem Mann zu einem Treffen verabredet. Der Unbekannte führte ihn an der Ecke Am Aschenland/Geutensweg zu einem nahegelegenen Feldweg, wo eine Gruppe von Männern wartete. Als dem 19-Jährigen die gefährliche Situation bewusst wurde und er zu seinem Pkw zurückkehren wollte, schlugen und traten mindestens zwei Männer unvermittelt auf ihn ein; einer nutzte einen schlagstockähnlichen Gegenstand. Da sich ein Fahrzeug näherte, konnte sich der Leichtverletzte in sein Auto retten. Die Täter flüchteten anschließend mit einem grauen bzw. silbernen VW Polo, einem E-Scooter und zu Fuß.
Den Staatsschutzermittlern des LKA 73 gelang es inzwischen, drei Tatverdächtige zu identifizieren. Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungen in Neugraben-Fischbek und Harburg. Dabei sicherten die Beamten mehrere Beweismittel, darunter Speichermedien, mutmaßliche Tatkleidung, eine Machete und einen Schlagring. Den 21-Jährigen nahmen sie vorläufig fest und entließen ihn nach den Maßnahmen wieder, da keine Haftgründe vorlagen. Die beiden anderen Männer wurden nicht angetroffen.
Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauern an.
