Birgit Stöver kritisiert Verzögerung bei ZOB-Umbau in Harburg
Harburg. Birgit Stöver kristisiert die erneute Verzögerung bei der Fertigstellung des ZOB Harburg. Wie der rot-grüne Senat auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete aus Harburg mitteilt, ist die Wiederinbetriebnahme des zentralen Busbahnhofs nun frühestens für Ende 2026 geplant – ein halbes Jahr später als zuletzt angekündigt.
Seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2023 werden die Buslinien provisorisch über Ersatzhaltestellen am Harburger Ring sowie durch die Wilstorfer Straße geleitet. Auch die Einbahnstraßenregelung an der Hannoverschen Straße bleibt weiter bestehen.
CDU-Politikerin Stöver zeigt sich angesichts der erneuten Verzögerung alarmiert: „Der ZOB ist die Herzkammer des Harburger Personennahverkehrs. Dass sich dessen Wiederinbetriebnahme erneut verzögert und nun erst Ende 2026 erfolgen soll, ist ein schwerer Schlag für Harburg und weit darüber hinaus.“
Besonders kritisch sieht sie auch die Kostenentwicklung: Der Senat beziffert den ZOB-Umbau auf 24 Millionen Euro, hinzu kommen mindestens 15 Millionen Euro für begleitende Straßenbaumaßnahmen. Für Stöver ist klar: „Zudem braucht es nicht sonderlich viel Fantasie, sich auszumalen, dass es sowohl beim Bau des ZOB als auch bei den damit verknüpften Straßenbauarbeiten zu weiteren Verzögerungen kommen kann.“
Auch mit Blick auf den Einzelhandel schlägt sie Alarm. Bereits in den vergangenen Jahren habe das Phoenix-Center mit deutlichen Umsatzeinbußen zu kämpfen gehabt. Für das Weihnachtsgeschäft 2026 zeichnet sich laut Stöver weiteres Ungemach ab.
Ein besonderes Ärgernis sei zudem die Informationspolitik des Senats: „Das Mindeste angesichts dieser düsteren Prognose ist, dass der Senat und seine in dem Projekt tätigen Unternehmen die betroffenen Anlieger in Zukunft besser und zwar aktuell und aktiv über den Projektfortschritt informieren.“ Dass der Verweis auf Websites der beteiligten Unternehmen genügen soll, hält sie für unzeitgemäß.
Stöver warnt abschließend vor den langfristigen Folgen unzureichender Planung: „Dieser verkehrspolitische Blindflug ist befremdlich und birgt die Gefahr, dass die jetzt durchgeführten Umbaumaßnahmen schon bald wieder von den realen Bedarfen überholt werden könnten. Und dann geht das Drama in zehn Jahren von vorne los.“
