Rotbergfeld: Natur statt Flüchtlingsunterkunft
Harburg-Rönneburg. Die Anwohner der Wohnunterkunft für Geflüchtete auf dem Rotbergfeld in Rönneburg sind in Sorge. Die Unterkunft war am 20. Dezember 2024 geschlossen worden, seitdem steht sie leer, nichts rührt sich dort mehr. Anwohnerin Christa Klement: „Wir wissen nicht, was dort geplant ist.“
Astrid Heissen, Sprecherin des Unterkunft-Betreibers Fördern & Wohnen, kann die Nachbarn beruhigen: „Die Anlage wird jetzt zurückgebaut, das Grundstück renaturiert.“ Das alles soll voraussichtlich bis Ende des Jahres passieren.
Weihnachten 2017 sind die ersten Geflüchteten in die Unterkunft eingezogen. Vorausgegangen waren heftige Proteste der Anwohner, sie hielten die Zahl von rund 200 Betten für zu hoch, wollten maximal 100 akzeptieren. Schließlich einigte sich man mit den Behörden und vertraute darauf, dass die Genehmigung für den Betrieb der Unterkunft auf fünf Jahre befristet war.
Als die Frist im Jahr 2022 abgelaufen war, bat Staatsrätin Petra Lotzkat angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine und sprunghaft steigender Zahlen von Kriegsflüchtlingen um eine Fristverlängerung für die inzwischen auf 260 Plätze angewachsene Unterkunft. Diese wurde tatsächlich akzeptiert, Ende 2024 war Schluss.
Im Bebauungsplan Rönneburg 16 ist das Flurstück 2164 als Grünfläche ausgewiesen. Das gilt auch für die Zukunft. Fördern & Wohnen wird das Gelände auf eigene Kosten renaturieren.
