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Traditioneller Neujahrsempfang der CDU Harburg: Wirtschaftskraft als Basis sozialer Stabilität

| Niels Kreller | Politik
Rund 100 Gäste kamen zum CDU Neujahrsempfang in das Landhaus Jägerhof. Foto: Niels Kreller
Rund 100 Gäste kamen zum CDU Neujahrsempfang in das Landhaus Jägerhof. Foto: Niels Kreller
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Süderelbe-Hausbruch/Harburg. Rund 100 Gäste aus Partei, Gesellschaft und Wirtschaft folgten am vergangenen Sonntag der Einladung der CDU Harburg zum traditionellen Neujahrsempfang im „Landhaus Jägerhof“. Gekommen waren unter anderem der Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bezirksversammlung Rainer Bliefernicht, die ehemalige Hamburger Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach und Konditormeister Dierk Eisenschmidt

Gastgeberin Birgit Stöver sprach über die Lage in Harburg. Foto: Niels Kreller

Für den Kreisverband ist es mittlerweile eine langjährige Tradition, in diesem Rahmen zu Jahresbeginn den politischen Austausch in einer persönlichen Atmosphäre mit Vortrag, Gesprächen und einer Stärkung zu pflegen. Gastgeberin war die stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Vorsitzende des Ortsverbandes Harburg-Mitte, Birgit Stöver, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Und die begrüßte zuerst gekrönte Häupter. Denn es waren aus dem Heimfelder Schützenverein Königin Caro Kabuse, aus Harburg Altstadt Martina Wiechers und aus Marmstorf Stefan Heidtmann erschienen.

Stöver betonte, dass die Regierung aus CDU und SPD eine große Aufgabe habe. Innere Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität waren die Stichworte. Ob der vielen auch öffentlich ausgetragenen Reibereien in der Koalition stellte Stöver fest: „Bei allen Unterschieden muss man sagen, dass die große Koalition alternativlos ist. Sie wissen alle, was ich meine.“

In Hamburg habe die SPD nach der Wahl aber eine Chance vertan, befand Stöver. Das Wahlergebnis sei gut für die Grünen, aber nicht gut für die Wirtschaft.

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Mit Blick auf Harburg lobte Stöver den Harburger „Bürgermeister“ Christian Carstensen. Er habe einen guten Start hingelegt. Jetzt gebe es Herausforderungen wie den Busbahnhof und das Midsommerland zu meistern und auch die Zwischennutzung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes. „Diese Projekte dürfen sich nicht immer zu Lasten der Harburger und der Harburger Wirtschaft verzögern“, forderte Birgit Stöver. Man müsse dabei Chancen für neues, attraktives Wohnquartier in der Harburger City ergreifen. Kritik hatte sie an dem Chaos in der Harburger Bezirksversammlung, nachdem die SPD dort „fünf Mitglieder erst auf Fraktion und dann auch aus der Partei ausgeschlossen“ habe. „Und Schuld daran ist nur die SPD, wie Rudi Carell einmal sagte.“

Gastrednerin Prof. Dr. Ulrike Neyer sprach über die Wirtschaftslage. Foto: Niels KrellerIm Anschluss hatte die Gastrednerin, Prof. Dr. Ulrike Neyer, von der Universität Düsseldorf das Wort. Die Professorin für Volkswirtschaftslehre, die in Hamburg aufgewachsen ist, nahm die Zuhörer mit auf eine halbstündige Reise durch die deutsche und die internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik. „Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Klimakrise, Coronakrise, Ukraine-Krieg (und Krise), Zollkrise: Deutschland musste in den in den letzten 20 Jahren zahlreiche Krisen bewältigen“, so Neyer. Hätten sich die Wirtschaft, das Land und die Gesellschaft aber wieder bei vorherigen Krisen immer wieder berappelt, sei die Situation dieses grundlegend anders.

Neyer machte dies an der Stagnation des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) fest. Während die Staatsausgaben und Staatsaufgaben (Stichwort ´Sondervermögen´ für die Zeitenwende) zuletzt besonders stark angestiegen seien, fehle der Wirtschaft eine ebenbürtige Wachstumsdynamik. Deutschland und Hamburg würden als Hafenstandort von Weltrang aber über das nötige Potential verfügen, um wieder für mehr Wirtschaftswachstum als Grundlage der sozialen Marktwirtschaft zu sorgen.

„Grundsätzlich haben wir bei diesen makroökonomischen Zusammenhängen kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Die entscheidenden politischen Debatten müssen unbedingt geführt werden. Und um diese zum Erfolg zu führen und die Menschen sowie die Betriebe mitzunehmen, ist gleichzeitig die Art der politischen Kommunikation extrem wichtig. Vertrauen lässt sich nicht per Federstrich verordnen. Politiker und Wissenschaftler müssen öfter aus ihrem ´Elfenbeinturm rauskommen und mit den Bürgerinnen und Bürgern aktiv in den Austausch gehen“, schloss Neyer.

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